Städtebaumittel aufgestockt

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1,4 Millionen Euro für Bremens Stadtteile

Ansicht von Tenever, das von dem Programm profitiert hat (Foto: Schlie)

Gröpelingen, Hemelingen, Kattenturm – Bremens Brennpunkte profitieren enorm vom Programm Soziale Stadt. Doch weil manche Projekte stocken, kann Geld nicht abfließen. 

Die gute Nachricht freut Bremens Politiker, Quartiersmanager und nicht zuletzt Bewohner. Der Bund hat die Mittel für das Programm Soziale Stadt von insgesamt 40 auf 150 Millionen Euro aufgestockt. Bremen bekommt einen Anteil von 1,42 Millionen  Euro.


Der Umbau Tenevers, das Quartierszentrum Mobile in Hemelingen, Projekte in Kattentrum, Lüssum und Gröpelingen wären ohne investive Mittel (speziell für Gebäude) aus der Sozialen Stadt nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden seit 1999 über 750 Vorhaben in diversen Bremer WiN-Gebieten (Wohnen in Nachbarschaften) gefördert. 

Mittel konnten nicht abgefordert werden

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. „In der Vergangenheit konnten die Mittel mehrfach nicht termingerecht abgefordert werden, weil sich die Realisierung von Projekten verzögert hat, entsprechende Planungen aufgegeben wurden oder geändert werden mussten. Im Sinne der für Bremen wichtigen Städtebauförderung, darf so etwas nicht passieren“, sagt Jürgen Pohlmann, baupolitischer Sprecher der SPD. 

Ein Beispiel dafür ist das Kinder- und Jugendhaus im Schweizer Viertel. Häufige Verzögerungen des Baus machten einen geordneten Mittelabfluss aus dem Programm schwierig. 

Besonders Problematisch sei das Zusammenspiel von Senatsressorts. Dort gebe es einige Reibungsverluste. „Es ist wichtig, dass möglichst keine Verzögerungen in der Projektumsetzung und im Mittelabruf allein aufgrund der Beteiligung mehrerer Ressorts und Abteilungen entstehen. Bisher sind keine Mittel verfallen, wir tun alles dafür, damit das auch nicht passiert“, so Pohlmann. 

Ressorts sollen besser zusammenarbeiten

Gemeinsam mit seinem Kollegen Carsten Werner von den Grünen forderte er vom Senat ein Konzept für die Stadtentwicklung und das bessere und effektivere Zusammenwirken aller Ressorts, wie beispielsweise Bau, Bildung, Soziales und Gesundheit. Ein entsprechender Antrag wurde jüngst in der Bürgerschaft auch mit Stimmen der CDU beschlossen.

Zusammengefasst – für den Städtebau stehen dem Land Bremen 2015 insgesamt folgende Bundesmittel zur Verfügung:

Soziale Stadt: 1,416 Millionen Euro
Stadtumbau West: 1,091 Millionen Euro
Aktive Stadt- und Ortsteilzentren: 922.000 Euro
Städtbaulicher Denkmalschutz West: 421.000 Euro
Kleine Städte und Gemeinden: 922.000 Euro

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