261 zusätzliche Wohnungen in der Überseestadt

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Die „Weserhäuser“ fügen sich in die vorhandene Bebauung in der Überseestadt ein.

Noch bevor beim Bauprojekt Marcuskaje diese Woche das Richtfest gefeiert wird, wurden im Waller Beirat die nächsten Bauvorhaben vorgestellt. 261 neue Wohnungen sollen an der Hafenkante errichtet werden.


Verteilt auf fünf Mehrfamilienhäuser will die Justus Grosse Projektentwicklung mit den „Weserhäusern“ 136 weitere Wohnungen am Weserufer errichten, wie der Justus Grosse-Gesellschafter Clemens Paul während der Beiratssitzung erläuterte.

Das zweite Bauvorhaben wird von der BREBAU errichtet. Unter dem Titel „Der bewegte Block“ sollen in vier Gebäuden 124 Wohneinheiten realisiert werden.

Zehn Jahre Bauen in der Überseestadt

„Genau gestern vor zehn Jahren haben wir den ersten Bauantrag für den Speicher I eingereicht“, blickte Paul auf die bewegte Baugeschichte in der Überseestadt zurück und berichtete von einer ganz gemischten Alterstruktur in dem neu geschaffenen Wohngebiet: Immerhin hätten Menschen im Alter von 19 bis 99 Jahren Mietverträge unterschrieben.

Ebenso gemischt soll auch das Bauprojekt „Weserufer“ aufgestellt werden. Für die künftigen Bewohner gibt es ein Angebot an Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen, die allesamt barrierearm erreichbar sind und über großzügige Balkone oder Terrassen und bodentiefe Fenster verfügen. Insgesamt investiert Justus Grosse rund 40 Millionen Euro in das Projekt.

Nach Möglichkeit wolle man bereits im Mai mit den Erdarbeiten beginnen, damit man bis zum Winter mit der Tiefgarage fertig sei, erläuterte Paul. Dann könne man im Winter gut weiterbauen, damit die Wohnungen  dann bis Ende 2016 fertig seien.

Beifall für das Bauprojekt „Bewegter Block“

Das Bauprojekt von Justus Grosse stieß im Beirat auf Zustimmung, das der BREBAU sogar auf Beifall: „Der bewegte Block“ wurde von dem Hamburger Architekturbüro Spengler Wiescholek entworfen (Entwurf auch schon „Tarzan und Jane“ für die Gewoba) und kommt mit runden Ecken und einer geschwungenen Architektur daher, erläuterten BREBAU-Prokurist Heinz Riering und Architektin Ingrid Spengler.

 Achitektin Ingrid Spengler stellte
 „Der bewegte Block“ vor. (Foto: Bollmann)

Insgesamt vier Blöcke werden so zusammengefügt, dass große Freiflächen entstehen und eine für die Überseestadt bislang gänzlich ungewohnte Architektur entsteht. Auf einer Grundfläche von 10.000 Quadratmetern sollen dabei 124 Wohnungen entstehen, die nach der Fertigstellung zum großen Teil verkauft werden sollen.

Der Bauantrag ist zwar auch schon gestellt, so richtig loslegen wollen die Bauherren allerdings erst Anfang 2016. Insgesamt wird die BREBAU über 30 Millionen Euro in das Projekt investieren.

„Ein Stückchen mehr Mut“

Die Kommunalpolitiker waren mit diesem Entwurf zufrieden: „Das ist das erste Mal, dass ich an der Hafenkante etwas sehe was nicht quadratisch praktisch gut ist. das gefällt mir sehr gut“, freute sich Beirat Franz Roskosch (CDU). „Ich hoffe weitere Bauträger folgen diesem Beispiel“, meinte auch Wolfgang Golinski (SPD) zum Entwurf und Cecilie Eckler-von Gleich (Grüne)  setzte noch einen obendrauf: „die Überseestadt braucht ein Stückchen mehr Mut – auch, wenn das etwas mehr kostet.“

Für den Entwurf gab es auch Lob von Paul, der zugleich daran erinnerte, dass frühere Senatsbaudirktoren auf eine Architektur ‚wie mit dem Laser geschossen‘ bestanden hätten. „Die Stadtplanung hat sich aber zum Glück weiter entwickelt“, sagte Paul.

Ungewöhnlich für die Überseestadt ist „Der bewegt Block“ der mit geschwungenen
Formen, runden Ecken und noch einigen anderen Besonderheiten daherkommt. 

Kritik an den Bauvorhaben gab es lediglich von der Linkspartei, da es bei beiden Vorhaben keine sozial geförderten Wohnungen gebe.

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