Kanalabau in der Waller Straße

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Durch die Rohrbrücke  werden die Abwässer umgeleitet. (Foto: Bollmann)
Während am Kanal in der Waller Heerstraße bereits kräftig gebuddelt wird, zeichnet sich auch eine Perspektive für die künftige Verkehrsführung ab. Ab der Waller Straße soll es ein „grünes Gleis“ geben.
Damit der Gleis- und Straßenbau in diesem Jahr noch gemeinsam mit den Kanalbauarbeiten abgeschlossen werden kann, hat man sich in der Frage der Fahrspuren kompromissbereit gezeigt, erläutert Beiratssprecher Wolfgang Golinski.

Eigentlich wollte die BSAG die Bahntrasse ab Waller Bahnhof Richtung Gröpelingen als „grünes Gleis“ verlegen. Dies stieß aber bei Polizei, Rettungskräften und Kommunalpolitikern auf wenig Gegenliebe. Bei Einsatzfahrten  könnte ein „grünes Gleis“ nicht befahren werden und es käme zu Verzögerungen, erläutert Golinski.

Zudem befürchtete der Beirat, dass sich der Verkehr bei einer einspurigen Verkehrsführung hinter Müllfahrzeugen und anderen Hindernissen stauen könnte. Der Kompromiss sieht nun vor, dass es  Richtung Größpelingen eine Mischspur und auf der anderen Seite eine Fahrspur plus befahrbaren Gleis gibt. Ab Höhe der Waller Straße soll es dann in Richtung Gröpelingen „grüne Gleise“ geben.

Gleisbau sollte sich nicht verzögern

Durch die Zustimmung habe man verhindern wollen, dass sich der Gleisbau um ein Jahr verzögere, erläutert Golinski. Zugleich habe man als Bedingung für die Zustimmung eine bessere Beleuchtung im Bereich des Weges am Waller Friedhof, eine Herausnahme der Buslinie 20 aus der Holsteiner Straße und die Erarbeitung eines Konzeptes zur Verkehrsberuhigung nördlich des Osterfeuerberger Rings gefordert.


Seit Anfang der Woche läuft unterdessen die eigentliche Kanalsanierung im ersten Abschnitt Ackerstraße bis Waller Heerstraße 217. Die Sanierung erfolgt dabei in geschlossener, „grabenloser“ Bauweise mittels des so genannten Schlauch-Linings. Hierfür musste der Abwasserkanal trocken gelegt und die anfallenden Abwässer umgeleitet werden. Das geschieht mittels eines oberirdischen Ersatzkanals und der errichteten Abwasserrohrbrücke über die Waller Heerstraße.

Pumpen brauchen Stromaggregate

Damit das Abwasser durch den oberirdischen Kanal und über die Abwasserrohrbrücke fließen kann, kommen Pumpen zum Einsatz, die den Betrieb von Stromaggregaten erfordern. Ohne diese Aggregate wäre der Pumpenbetrieb nicht möglich.

Damit die Anwohner durch den Betrieb nicht zu sehr gestört werden, schaltet hanseWasser die Pumpen an den Wochenenden aus. In diesem Fall werden die Abwässer provisorisch durch die mit dem Schlauchliner neu ausgekleideten Kanalabschnitte abgeleitet. Sollte es an den Wochenenden regnen, reicht die Kapazität allerdings nicht aus und die Pumpen müssen wieder anlaufen. 

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