Werder trauert um „Pico“ Schütz

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„Pico“ Schütz absolvierte 826 Spiele für Werder. Foto: nph

Werder trauert um einen der größten Spieler der Vereins-Geschichte: Am Dienstag starb Ehrenspielführer Arnold „Pico“ Schütz, Kapitän der Meister-Mannschaft von 1965 im Alter von 80 Jahren.
Er ist eine der größten Legenden, die je das Trikot mit der grünen Raute getragen haben, und steht stellvertretend für Werders Erfolge in den 1960er Jahren.

Arnold Schütz, von aller Welt nur „Pico“ gerufen, starb gestern im Alter von 80 Jahren. Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer, der wie Schütz 1955 in den Verein eingetreten war: „Wenn ich eine Werder-Auswahl zusammenstellen müsste, dann wäre Pico bei mir der Kapitän.“

826 Spiele in Grün-Weiß

 

Seine Karriere begann beim TuS Walle. Dort bekam er  aufgrund seiner schmächtigen Statur auch seinen Spitznamen verpasst, der sich über die Jahre zum Markenzeichen entwickeln sollte. Nach seinem Wechsel zum SV Werder etablierte sich Schütz schnell als Leistungsträger.

Beim Pokalsieg 1960 (2:0 im Finale gegen den 1. FC Kaiserlautern) und in der Meistersaison 1964/1965 führte er die Grün-Weißen als Kapitän aufs Feld. Insgesamt absolvierte er 826 Spiele für Werder, bevor er im Alter von 37 Jahren 1972 seine Laufbahn beendete.

Schweigeminute beim Nordderby

 

Einer seiner besten Freunde ist sein langjähriger Weggefährte Max Lorenz, mit dem er von 1960 bis 1969 zusammen in Bremen spielte. „Er war der beste, ehrlichste und fleißigste von uns, ein großartiger Mensch. Werder und wir alle haben einen ganz besonderen Freund verloren“, sagte Lorenz gestern zum WESER REPORT.

Zum Andenken an Schütz wird es am Sonntag vor dem Nordderby gegen den Hamburger SV eine Schweigeminute geben, Werder wird mit Trauerflor ins Spiel gehen. „Gerade gegen den HSV. Wie oft hat er uns gegen die Hamburger aus Feld geführt“, erinnert sich Lorenz an die vielen gemeinsamen Nordderbys, die er mit seinem Kumpel „Pico“ gespielt hat: „Ich habe gerade mit Uwe Seeler telefoniert. Auch für ihn war es ein Schlag.“

In seiner Karriere blieb Schütz bis auf einen Knöchelbruch 1962 von großen Verletzungen geschont. 2006 wurde ihm ein Tumor am Kiefer entfernt, kurz vor seinem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr brach er sich den Oberschenkel. Gestern verstarb Schütz nach schwerer Krankheit. Lorenz: „Es war eine Erlösung.“

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