150 neue Plätze für Flüchtlinge im Bundeswehrhochhaus

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Anja Stahmann (Mitte) übergab am Donnerstag die neuen Flücht-
lingsunterkünfte.                                        Foto: Senatspressestelle
Das ehemalige Bundeswehrhochhaus an der Falkenstraße steht ab sofort als Notunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber zur Verfügung. Sozialsenatorin Anja Stahmann hat das Haus am Donnerstag an den Träger AWO übergeben. 150 Flüchtlinge, die zuvor in der Messehalle untergebracht waren, sollen dort einziehen.

66 Einzel- und Doppelzimmern sowie mehreren Familienzimmern für bis zu sechs Personen sind nach nur acht Wochen Umbauzeit im Bundeswehrhochhaus eingerichtet worden. Darüber hinaus sind 40 Notplätze für den Bedarfsfall eingerichtet, die vorübergehend genutzt werden können. „Ich bin der Gewoba ausgesprochen dankbar, dass sie sich die Aufgabe zutraut, diese herausragende Immobilie zu erwerben und sie mit so kurzem Vorlauf hergerichtet hat“, sagte Anja Stahmann, Senatorin für Soziales (Grüne). 

Nur sechs von 15 Etagen werden genutzt

Das Haus gehört nach wie vor der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten und wird kostenfrei zur Nutzung bereitgestellt. Für die kommenden drei Jahre soll es erste Anlaufadresse und gleichzeitig Durchgangsstation für Flüchtlinge und Asylbewerber werden, die in Bremen heimisch werden wollen. „Ich freue mich, dass der Bund damit seine Zusage einhält, die Kommunen bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern zu entlasten“, so Stahmann weiter.
Als Notunterkunft werden lediglich die unteren sechs von insgesamt 15 Etagen des Gebäudes genutzt, das in den vergangenen fünf Jahren weitgehend leer stand. Die übrigen Etagen sind verschlossen. Die oberen vier der sechs genutzten Etagen verfügen über eigene Kinderspielflächen, Aufenthaltsräume und Teeküchen. In den unteren beiden Etagen befinden sich Verwaltung, Wohnberatung, der Raum für medizinische Untersuchungen sowie die gemeinschaftlichen Sanitäranlagen. Ein Spielplatz im geschützten Außenbereich soll Mitte Juni fertiggestellt sein. 

1.400 weitere Plätze in den nächsten zwölf Monaten

Derzeit befinden sich rund 1.400 Plätze konkret in der Umsetzung. Darunter ist unter anderem das leerstehende Hartmannstift in Vegesack, das mit rund 180 Plätzen voraussichtlich ab Spätsommer genutzt werden kann, ein Appartementhaus in der Neustädter Grünenstraße mit 130 Plätzen sowie die Turnhalle der Schule an der Reepschlägerstraße in Blumenthal mit 100 Plätzen. Die drei Modulbau-Standorte werden mit zusammen 240 Plätzen ausgebaut, darüber hinaus entstehen 100 Plätze in Findorff, rund 200 auf der Kaserne Huckelriede, 120 weitere in einem früheren Seniorenheim in Bremen Nord, 160 Plätze in Hemelingen und knapp 100 in Huchting. Weitere Standorte mit mehreren Hundert Plätzen sind in Vorbereitung.

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