Ex-Max-Bahr-Gelände an der Stresemannstraße verwahrlost

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Der insolvente Baumarkt Max Bahr ist schon
vor etlichen Monaten ausgezogen. Fotos. Schlie

Verwildert und verwahrlost – das Areal des ehemaligen Baumarktes Max Bahr an der Stresemannstraße steht seit Februar 2014 leer.  Klar ist, das Gelände wurde an die Unternehmensgruppe XXXL verkauft. Doch bisher tut sich dort nichts. Die Insolvenz der Baumarkt-Kette Max Bahr ist Geschichte. Die letzten Waren wurden im Februar 2014 aus den Märk­ten verkauft. Während in das Gebäude an der Hans-Bredow-Straße ein anderer Baumarkt eingezogen ist, hat sich an der Stresemannstraße nichts getan – fast nichts.

Müll sammelt sich auf dem Gelände.

„Wir haben zwölf ehemalige Max-Bahr-Standorte in Deutschland gekauft. Darunter auch die in den Bremer Ortsteilen Hastedt und Habenhausen“, sagt Julian Viering, Pressesprecher der XXXL-Unternehmensgruppe, die 35 Möbelhäuser in sechs Bundesländern betreibt und zur XXXLutz-Gruppe gehört, die wiederum über 200 Häuser vor allem in Österreich und der Schweiz umfasst.

Drittgrößte Einrichtungskette

Das Unternehmen ist nach Ikea und Höffner drittgrößte Einrichtungskette in Deutschland. Beschäftigt werden fast 13.000 Mitarbeiter. Der Deutschland-Umsatz von XXXL liegt nach Schätzungen bei zirka 1,5 Milliarden Euro. Die Expansion schreitet voran.

Doch in Bremen tut sich bisher sehr wenig. „Einen Baumarkt durch einen Baumarkt zu ersetzen ist relativ einfach. Ein Möbelhaus aus dem ehemaligen Bahr-Gebäude zu machen, ist schwieriger. Viele bauliche Veränderungen sind notwendig und müssen genehmigt werden. Wir sind mit der Stadt im Gespräch“, so Viering. Das gelte auch für das Haus in Habenhausen, in dem zurzeit ein kleiner Gartenmarkt betrieben wird.

Der Bauzaun auf der Rückseite ist umgekippt.

Wann genau die Umbauarbeiten beginnen, ist weiterhin unklar. „Wir wissen auch noch nicht, ob das Gebäude abgerissen werden muss, oder umgebaut werden kann“, sagt der XXXL-Sprecher.

Müll stapelt sich

Derweil wuchert das Unkraut auf dem Areal, Müll stapelt sich. Im hinteren Bereich liegen noch diverse Säcke mit Streusalz, die langsam verwittern, ein Teil rieselt langsam auf den Boden. Ein Bauzaun ist umgefallen.

„Wir haben alles im Griff. Eine Sicherheitsfirma ist regelmäßig vor Ort und schaut nach dem Rechten“, beteuert Viering. Einen Rückzieher wolle das Unternehmen nicht machen. Auch nicht angesichts einer Eröffnung einer Möbel-Höffner-Filiale in Osterholz. „Wir sind von unserem Konzept überzeugt“, so der Unternehmenssprecher.

Das gelte auch für die Angriffe der Gewerkschaft Verdi. Die fordert eine Tarifbindung für die Möbelhäuser.  Doch das Unternehmen lehnt das ab, bevorzugt betriebliche Vereinbarungen.

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