Huchtinger Schule geht trotz fehlender Mensa in den Ganztag

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Der Mensaneubau könnte in den Innenhof der Grundschule inegriert werden.
Über dem heute eingeschossigen Flur links könnten dann weitere Räume
in einer weitern Etage entstehen.
Visualisierung: Hübschen Knigge Architektengesellschaft mbH

Die Grundschule Delfter Straße in Huchting ist die größte Grundschule Bremens. Im Jahr 2013 hatte die Bildungsdeputation entschieden, sie ab dem kommenden Schuljahr zur offenen Ganztagsschule zu machen. Der dafür notwenige Mensaneubau sowie weitere Räume werden jedoch bis zum Schuljahr 2016/2017 nicht fertig gestellt sein.


„Wir waren etwas erschrocken, als wir hörten, dass wir ohne die neue Mensa in den Ganztag starten“, erzählt Schulleiterin Frauke Brandt. 140 Erstklässler beginnen im Sommer ihr erstes Schuljahr an der Grundschule. Bis dahin werden die neue Mensa sowie weitere neue Räume zwar noch nicht fertig sein, eine Übergangslösung ist jedoch bereits gefunden: Für die Essensversorgung wird ab Sommer eine provisorische Essensausgabe im Gebäude der Grundschule für die Erstklässler hergerichtet. Die älteren Kinder werden im benachbarten Alexander von Humboldt-Gymnasium essen, dort wird ein Bereich für sie abgetrennt, erklärt Brandt. „In diesem Bereich werden sie in zwei Gruppen in Schichten à 40 und à 60 Kinder essen“, so die Schulleiterin weiter.

Deputation stellte 1,6 Millionen Euro zur Verfügung

Für die Kinder der ersten Gruppe gibt es nach dem Essen die „Lern-“ und die „Was ihr wollt“- Zeit, für die der zweiten Gruppe vorher. Während des Essens werden die Kinder von ihren Betreuern und den Erziehern begleitet. Das sei vor allem für die Erstklässler sehr wichtig, so Brandt. 40 ABC-Schützen nehmen am Ganztagsangebot und so auch am Mittagsessen teil.

Der Mensa­neubau, für den die Deputation 1,6 Millionen Euro bereit gestellt hat, soll zum Schuljahr 2016/2017  fertig sein. „Wir befinden uns noch in den Planungen und rechnen mit einem Baubeginn frühestens im Sommer 2016“, sagt Christina Selzer, Sprecherin des Bildungsressorts. Zusätzlich zur Mensa erhält die Schule schließlich weitere Toiletten und Differenzierungsräume, „das war die Bedingung für die Umsetzung des Ganztags“, so Brandt.

Der Schulbetrieb sowie der Pausenhof sollen von den Bauarbeiten nicht beeinflusst werden, die Abrissarbeiten sind für die Ferienzeiten geplant. „Was den Lärm angeht, muss man dann schauen, wie es für die angrenzenden Räume geregelt wird“, so Brandt.

350 Quadratmeter Neubau geplant

Der gesamte Neubau wird etwa 350 Quadratmeter groß sein, der Essbereich der Mensa alleine 216 Quadratmeter. Hinzu kommen die Küche und Lagerräume. „Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo die Mensa entstehen könnte. Wir werden von den Architekten gut mit einbezogen und sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Unter den Vorentwürfen ist unser Favorit der Neubau im Innenhof. So wäre die Mensa tatsächlich der Mittelpunkt der Schule,“ erklärt Brandt.

Auch das Bildungsressort favorisiert die Teilüberbauung des Innenhofs mit einer Mensa. Im derzeitigen Vorentwurf hat der Neubau einen separaten Eingang vom Hof aus. Der Rest des Innenhofes könnte ebenfalls zum sitzen genutzt werden.

Der Innenhof der Grundschule an der Delfter Straße heute.
Foto: Füller

Neue Erzieher und weitere Lehrerstunden ab August

Zum Schuljahresbeginn 2015/2016 werden zudem vier neue Erzieher das Kollegium verstärken. 28 weitere Lehrerstunden kommen ebenfalls hinzu. „Ab 14.30 Uhr sind unsere AGs geplant, weitere ab 15 Uhr. Daran sollen auch die Kinder teilnehmen können, die nicht im Ganztag sind, das war der Wunsch der Eltern, den wie versuchen zu erfüllen. Die Lehrerstunden sollen dann die ‚Lernzeit‘ abdecken“, sagt Brandt.

Ab 15 Uhr plant die Schule zudem ein offenes Angebot für die Kinder, die keine AGs wählen. Planungstreffen mit Kooperationspartnern wie der Stadtteilfarm, dem Mütterzentrum und der Boxzeile finden derzeit statt, um eine weitere Vernetzung im Stadtteil und ein großes Angebot zu gewährleisten.

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