Kreis Verden: Sexuelle Handlungen von Kindern verlangt

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In dieser Wohnstraße in Oyten sprach der Unbekannte zwei
zwölfjährige Mädchen am Freitag unflätig an. Foto: Bruns
Im Landkreis Verden spricht ein Unbekannter aus einem Auto heraus minderjährige Mädchen an. Was er von ihnen verlangt, ist laut Schilderungen der Opfer eindeutig.

Am hellichten Tage wurden am vergangenen Freitag zwei zwölfjährige Mädchen in Oyten von dem Mann überrascht. Laut der Mutter einer der Schülerinnen, die sich auch an den Weser Report wandte, fragte der Fahrer seine potenziellen Opfer zunächst, ob sie sich 100 Euro verdienen wollten. 

Anschließend verriet er ihnen auch, was er dafür verlangte: Mit expliziten Worten soll er sie aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Als die Mädchen ihm deutlich ihre Ablehnung zeigten, fuhr er davon.

Polizei misstraut Facebook-Posts

Die Mutter schaltete sofort die Polizei ein und ließ parallel über eine Oytener Facebook-Gruppe vor dem Täter warnen. Während sich im Web bereits weitere Details zum Aussehen des Unbekannten und seines Fahrzeugs verbreiteten, hält sich die Polizei bedeckter.

So soll derselbe Unbekannte bereits am 8. Mai in der Steuben-Allee in Achim auf gleiche Weise aktiv gewesen sein. Auch dort soll er aus dem Auto heraus nachmittags ein Mädchen „grob ungehörig und mit sexuellem Hintergrund“ angesprochen haben, wie es in einem Polizeibericht von heute heißt. Als das Mädchen nicht darauf eingegangen war, soll er auch hier schnell das Weite gesucht haben.

Keine klare Täterbeschreibung

Aber: „Die Personenbeschreibungen in den beiden Fällen weichen deutlich voneinander ab“, erklärte Helge Cassens, Sprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz auf Nachfrage. Klar sei lediglich, dass es sich um einen jüngeren Mann handle, der mit einem silberfarbenen Auto unterwegs sei.

Die Ermittlungen werden jetzt vom Polizeikommissariat Achim geführt. „Wir nehmen die Sache sehr ernst. Die Zeugen sind glaubhaft“, betonte Cassens.

Verhalten der Schülerinnen gelobt

Auch lobt die Polizei in beiden Vorfällen das Verhalten der Kinder. Sie seien misstrauisch gewesen und hätten Abstand zu dem Unbekannten gehalten.

Wichtig sei, dass Eltern mit ihren Kindern über solche Vorfälle offen sprechen, ohne sie zu verängstigen. Eltern sollten ihren Kindern klar machen, dass sie auch Erwachsenen gegenüber deutlich und selbstbewusst „Nein“ sagen können. Und ohne das Einverständnis der Eltern weder mit Fremden noch mit Bekannten mitgehen dürfen.


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