Bauverein Delmenhorst investiert eine Million Euro

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Kai Klenk und Hans-Hermann Voß (beide Vorstand Bauverein)
mit Aufsichtsratschef Ralf Wessel (von links). Foto: Lürssen

Auf der Mitgliederversammlung des Bauvereins Delmenhorst eG haben Vorstand und Aufsichtsrat eine positive Geschäftsentwicklung berichtet. Das älteste Delmenhorster Wohnungsunternehmen erzielte einen Jahresüberschuss von rund 216.000 Euro. Weit wichtiger für die Mieter: Die Genossenschaft wendete mehr als eine Million Euro für die Sanierung und Instandhaltung der Gebäude auf. Etwas Sorge bereitet die Eigenkapitaldecke.

„Wir können mit dem Geschäftsjahr zufrieden sein“, sagte Vorstandsmitglied Kai Klenk. Das sahen die 75 anwesenden Mitglieder der Genossenschaft offenbar genauso – die Versammlung erteilte Vorstand und Aufsichtsrat jeweils einstimmig Entlastung, ehe man sich einen Schnaps genehmigte.
Zum positiven Ergebnis beigetragen hat der geringe Leer­stand in den Wohnungen des Bauvereins. Nur 18 der mehr als 600 Wohnungen waren zum Stichtag 31. Dezember nicht vermietet. Ein Jahr zuvor waren es noch 24 gewesen.

Eigenkapital muss aufgestockt werden

Einziger Wermutstropfen: Die Eigenkapitalquote von rund 19 Prozent sei zu niedrig, erklärte Klenk. Das Eigenkapital müsse durch Erwirtschaftung von Überschüssen aufgestockt werden. Das habe auch der Genossenschaftsverband in seinem Prüfbericht angemerkt.
Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Wessel stellte den Mitgliedern Hans-Hermann Voß als neues nebenamtliches Vorstandsmitglied vor. Der Elektromeister war zuvor 14 Jahre im Aufsichtsrat des Bauvereins tätig gewesen. Er füllt die Lücke, die das am Montag bekannt gegebene Ausscheiden des bisherigen hauptamtlichen Vorstandes Jan-Felix Ridder hinterlassen hat. Wessel berichtete, dass ein neu gegründeter Präsidial­ausschuss des Aufsichtsrates mit der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für den hauptamtlichen Vorstand beauftragt worden ist. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft in Sulingen neu geordnet werden.

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