Ministerpräsident Weil besucht SOS-Kinderdorf Worpswede

Von
SOS-Kinderdorf-Leiter Joachim Schuch (M.)
und Bundesgeschäftsführerin Dr. Birgit Lambertz
mit Ministerpräsident Stephan Weil Foto: Bosse 

Zum Start der SOS-Kinderdorfwoche Niedersachsen freute man sich in der Worpsweder Einrichtung über hohen Besuch. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eröffnete die Feierlichkeiten und informierte sich über die Arbeit vor Ort. Er selbst habe nicht zuletzt über seine Mutter einen Bezug zum SOS-Kinderdorf.


Der bundesweite Verein SOS-Kinderdorf feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. In diesen Jahrzehnten konnte hunderttausenden Kindern ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Mit verschiedenen Veranstaltungen würdigt der Verein in diesem Jahr das Engagement seiner Förderer in ganz Deutschland.

Zur Eröffnung der SOS-Kinderdorfwoche Niedersachsen besuchte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Vormittag die Worpsweder Einrichtung, übrigens die einzige ihrer Art in Niedersachsen.

Stephan Weils Mutter unterstützte SOS-Kinderdorf schon früh

Bei einem Rundgang mit dem Leiter des örtlichen Kinderdorfs, Joachim Schuch, und Dr. Birgit Lambertz, Geschäftsführerin des Vereins SOS-Kinderdorf, konnte sich der Landesvater über die Arbeit im Künstlerdorf informieren. Er zeigte sich angetan von der familiären Atmosphäre. „Ich habe insofern auch eine Verbindung zum SOS-Kinderdorf, als meine Mutter den Verein schon früher immer unterstützt hat“, verriet Weil.

Stephan Weil: „Ich möchte die Arbeit hier mit meinem Besuch würdigen“

Kinderdorf-Leiter Joachim Schuch zeigte dem Ehrengast auch eine Wohneinheit. Dort konnte Stephan Weil sich unter anderem das Wohnzimmer von Kinderdorf-Mutter Julia Blotenvogel ansehen. „Ich möchte die Arbeit hier mit meinem Besuch würdigen“, zeigte sich der Politiker beeindruckt.

Zudem begleitete der 30-jährige Nino Bautz die Gruppe. Der Student kam seinerzeit mit viereinhalb Jahren ins SOS-Kinderdorf Worpswede. Auf seine Erinnerungen an diese Zeit angesprochen, äußerte sich der junge Mann als „immer ein bisschen zwiegespalten“. Einerseits sei es für ein Kind natürlich eigentlich besser, in einer üblichen Familie aufzuwachsen, andererseits habe er selbst in der Worpsweder Einrichtung eine gute Entwicklung genommen, weshalb er heute auch gern für das Kinderdorf werbe.

Betreuung von Flüchtlingskindern als Herausforderung

Dr. Birgit Lambertz, Geschäftsführerin des Vereins SOS-Kinderdorf, berichtete dem Ministerpräsidenten über den Wandel in der Arbeit ihrer Mitarbeiter im Laufe der Jahre. „Heute wird beispielsweise deutlich mehr Wert auf therapeutische oder Freizeitangebote für unsere Kinder und Jugendlichen gelegt.“ Als eine künftige Herausforderung sieht sie die Betreuung unbegleiteter Flüchtlingskinder.

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