Bremer Union-Brauerei wird wiederbelebt

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26 Studierende der Hochschule Bremen entwickelten
ein Vermarktungskonzept für die neue Union-Brauerei.(Foto: pv)

Auf dem Gelände der Union-Brauerei wird bereits kräftig gebaut und die historischen Gebäude saniert. Unterdessen haben Studenten der Hochschule Bremen ein Vermarktungskonzept für die neue Brauerei erarbeitet.


Vor gerade einmal einem Jahr hat der Architekt und Projektentwickler Lüder Kastens das 8.000-Quadratmeter-Gelände der ehemaligen Union-Brauerei erworben.

Neben der Bebauung des Geländes mit Wohnungen hatte er von Anfang an vorgehabt, die historischen Gebäude zu sanieren, um dort wieder Bier zu brauen.

Mit dem ehemaligen Beck & Co-Geschäftsführer Dr. Markus Zeller hat er dabei einen erfahrenen Mitstreiter gefunden und sich jetzt auch wissenschaftliche Unterstützung mit ins Boot geholt.

Das Haupthaus der Union-Brauerei ist teilweise eingerüstet und
auch im Inneren schreitet die Sanierung voran. Foto: Bollmann

Craft-Biere für den “Hanseat 2.0”

26 Wirtschaftswissenschaft-Studenden der Hochschule Bremen, haben ein Vermarktungskonzept entwickelt und sind zu dem Schluss gekommen: Der „Hanseat 2.0“ ist die Zielgruppe für die Craft-Biere, die ab Ende der Jahres an der Holsteiner Straße gebraut werden.

Die Studenten gingen zunächst der Fragestellung nach, welche Zielgruppe die Union-Brauerei mit ihren Craft-Bieren ansprechen kann, welche Sorten hergestellt, zu welchen Preisen das Bier angeboten werden sollte und wo es wohl getrunken werden würde.

 Dabei fanden sie heraus, dass die nach 50 Jahren wieder an den Start gehende Union-Brauerei durchaus eine Chance mit ihren von Hand hergestellten, innovativen Bier-Sorten hat.

Regionalität ist den Bremern wichtig

Als Zielgruppe wurde dabei der „Hanseat 2.0“ ausgemacht. „Dem Bremer ist Regionalität sehr wichtig, Bremer sind sehr stolz auf ihre Stadt“, erläutert Professor Dr. Philip Maloney von der Hochschule Bremen. Bei dem „Hanseat 2.0“ handele es sich um einen typischen Bremer, der Wert auf gute Ernährung und Genuss legt, der zugleich auch Trendsetter sei.

Dabei sei die Bereitschaft für das Bier einen etwas höheren Preis zu zahlen, vollkommen unabhängig vom Einkommen, berichtet Maloney. Das „handgemachte“ Draft-Bier habe einen eigenen Wert, weil es etwas Besonderes sei und besonders schmecke.

Als typische Vertreterin für den „Hanseat 2.0“ haben die Studenten die TV-Moderatorin Ina Müller (unter anderem „Inas Nacht“) auserkoren.

Daraus entwickelten sie die Protagonistin „Nina Möller“, in Horn, geboren, in Peterswerder wohnend, mit starker familiärer Bindung, gehobener Bildung und eng mit Bremen verbunden – eben eine typische urbane Hanseatin, erdverbunden und weltoffen.

Verschiedene Biersorten

Die Studenten beschäftigten sich aber auch mit möglichen Biersorten, von denen neben Weizenbier auch  Pale Ale, ein dunkles Porter und vielleicht ein Festbier gebraut werden sollten.

Die Zusammenarbeit zwischen Brauer und Hochschüler soll fortgesetzt werden. „Wir werden das auch weiter begleiten. Wir wollen Impulse für die weitere Entwicklung und die Region geben“, so Maloney.

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