Haupt- und Realschule Achim sollen vereint werden

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Die Realschule soll mit der Hauptschule vereint werden.

Die Liesel-Anspacher Schule und die Realschule Achim sollen vereint werden. Ein pädagogisches Konzept dafür ist aber noch nicht in Sicht. Bei der Entscheidung, ob es eine IGS oder eine Oberschule werden soll, dürfen auch Eltern von Grundschülern ihre Wünsche äußern.

Die Liesel-Anspacher-Schule hat nicht genug Schüler-Anmeldungen.

In jüngster Zeit gibt es für die Achimer Hauptschule, die nun Liesel-Anspacher-Schule heißt, nur noch knapp 20 Anmeldungen für neue Fünftklässler. Auch der neuste Jahrgang wird lediglich einzügig in einer kleinen Klasse geführt werden können. Ein paralleler Bestand von zwei separaten Schulformen im Sekundarbereich I in Achim gilt da auf Dauer als „nicht tragbar“, heißt es zur Begründung einer Beschlussempfehlung der Verwaltung an den Stadtrat.

Bauliche Veränderungen könnten notwendig werden

Danach soll es an der Waldenburger Straße zum nächstmöglichen Zeitpunkt künftig nur noch eine Sek I geben: Die räumlichen Voraussetzungen werden für eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule als recht gut beurteilt; „In Abhängigkeit einer konzeptionellen Entwicklung können in Zukunft bauliche Veränderungen notwendig werden“, heißt es aber in einer Verwaltungsvorlage.
Der Schulausschuss hat diese Woche mit großer Mehrheit für die Beschlussempfehlung votiert. Über die Form der neuen Schule ist damit jedoch noch nichts ausgesagt. Im Gespräch sind sowohl eine Oberschule wie auch eine integrative Gesamtschule (IGS).

„Aus unserer Sicht bedeutet es einen Verlust an Möglichkeiten für Schüler, den schulischen Weg entsprechend der individuellen Gegebenheiten zur Erreichung des mittleren Bildungsabschlusses gestalten zu können“, so Christa Watermann, Rektorin der Realschule. Dass eine IGS oder eine Oberschule schon wie im Schulausschuss angedacht Mitte 2016 an den Start gehen könnte, hält sie für sehr ambitioniert. „Eine neue Schulform mit einem entsprechenden pädagogischen Konzept zu planen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.“ Aus ihrer Sicht sollte man einer Planungsgruppe mehr Zeit einräumen, damit diese ein vernünftiges pädagogisches Konzept für die neue Schule entwickeln kann.

Elternbefragung zur IGS gab es bereits 2013

Ob es denn nun eine Oberschule oder eine integrierte Gesamtschule wird – dazu dürfen sich demnächst wohl auch wieder Eltern von Achimer Grundschulkindern der ersten drei Klassenstufen und von Kita-Kindern aus dem letzten Jahrgang äußern. Eine Elternbefragung zur IGS hatte es bereits 2013 gegeben – und das Projekt wurde wieder auf Eis gelegt, weil auf Basis der Umfrage langfristig nicht die benötigten Schülerzahlen für eine solche Schule prognostiziert werden konnten. Doch auch für die Form der Oberschule konnte man sich in Achim bislang wenig begeistern.

Bei der Achimer CDU ist man gegen eine neue Elternbefragung und damit offenbar mehrheitlich für das Oberschulkonzept: „Um eine Oberschule einzurichten, bedarf es keiner solchen Befragung“, erklärte der stellvertretende Fraktionschef Rüdiger Dürr auf Nachfrage.


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