Der neue 128-Meter-Gigant in Bremen dreht sich

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Die neue Windkraftanlage bei den Stahlwerken Foto: swb
Die Hansestadt ist um eine neue Windkraftanlage reicher – und was für eine: 128 Meter über dem Boden liegt die Nabe der Anlage, 104 Meter misst der Rotor im Durchmesser.  Der Strom des Giganten, der bei den Stahlwerken steht, soll gleich für 2300 Haushalte reichen.

Im Bremer Industriegebiet an der Hüttenstraße steht eine neue Windkraftanlage. Die swb CREA GmbH weihte am Freitag auf dem Betriebsgelände der Nehlsen GmbH das neue Riesen-Windrad ein. 

Die Anlage hat der Hersteller Senvion gebaut und sie soll auf eine Leistung von 3,4 Megawatt kommen, wie die swb mitteilt. Das entspricht der typischen Leistung von modernen, großen Winkraftanlagen. Die mittlere Nennleistung der Anlagen ist in den vergangenen Jahren gestiegen: 1990 lag sie noch bei 164 Kilowatt, kam im Jahr 2000 erstmals über ein Megawatt und 2009 über zwei Megawatt.

Dafür ist das neue Windrad auch ein ganz schöner Gigant: Die sogenannte Nabenhöhe beträgt 128 Meter, der Rotordurchmesser 104 Meter. Die erzeugte elektrische Energie wird in das sogenannte Mittelspannungsnetz von wesernetz eingespeist. 

Fünf Millionen Euro kostete der Gigant

Rund acht Millionen Kilowattstunden Strom soll das große Windrad im Jahr erzeugen, was laut swb für über 2.300 Bremer Haushalte den Jahresverbrauch sichert und darüber hinaus der Umwelt jährlich 5.000 Tonnen CO2 ersparen kann. Die Baukosten beliefen sich auf knapp fünf Millionen Euro.
Mit dabei waren der swb-Vorstandsvorsitzende Dr. Torsten Köhne, der Staatsrat im Bremer Umweltressort Ronny Meyer und swb CREA-Geschäftsführer Stefan Weber, die den „Zubau an Windenergie in den Bremer Landesgrenzen“ begrüßten.
Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei 20 Prozent (aktuell 15 Prozent) an der Gesamterzeugung der swb ausmachen. Jährlich investiere man einen zweistelligen Millionenbetrag, so die swb.
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