„Promi-Kochen“ mit dem Bremer Intendanten

Von
Die Profi-Köche Gesa Rengstorf (l.) und Volker Ahlring
mit dem Ehrengast Jan Metzger (Mitte)

Beim Promi-Kochen im Gröpelinger na‘ war in der vergangenen Woche Radio-Bremen Intendant Jan Metzger zu Gast. Bei Edelfisch und Weißwein sprach er mit den Bürgern über den Sender und sein Leben.


Die Reihe „Bürger und Prominente gemeinsam an Kochtopf und Pfanne“ gibt es seit 15 Jahren im kurz na‘ genannten Nachbarschaftshaus „Helene Kaisen“.

Dabei bietet das so genannte „Promi-Kochen“ den ganz normalen Bürgern immer wieder die Gelegenheit, mit Persönlichkeiten ins Gespräch zu kommen, denen man sonst kaum begegnet. So war es auch in der vergangenen Woche.

Im Gespräch mit dem Ehrengast Jan Metzger erfuhren die Besucher nicht nur viel über die Situation im Bremer Sender, sondern auch über die Person Jan Metzger, der seit 2009 die kleinste der  ARD-Anstalten leitet.

Profi-Köche machten ganze Arbeit

In der Küche wurde Metzger von Volker Ahlring (der ehemalige Chef des Restaurant „Amtsfischerhaus) sowie von den beiden Zwillingsschwestern Gesa und Rieke Rengstorf vom Restaurant „Goedekens“ in Horn fachmännisch unterstützt.

Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger serviert
die Hauptspeise des Abends (Fotos: Bollmann).

Dabei schauten Metzger und die übrigen Gäste diesmal allerdings nur sporadisch in der Küche vorbei, um die Köche zu unterstützen.

Dafür nahm sich der Ehrengast umso mehr Zeit für das Gespräch mit den Bürgern, unterbrochen nur von der Steinpilzsuppe, die Variationen von Edelfischen und der Zitronencreme mit Erdbeersauce.

Pendler zwischen Bremen und Darmstadt

Und so erfuhren die Besucher bei Fisch und Weißwein, dass Metzger ganz in der Nähe von seinem Sender an der Schlachte seine Bremer Heimat gefunden hat. Allerdings pendelt der 59-Jährige regelmäßig nach Darmstadt zu seiner Familie. Angesichts des Alters seiner heute 20 und 24 Jahre alten Kinder und der Berufstätigkeit seiner Frau mag es nicht verwundern, dass sie nicht alle an die Weser übersiedeln wollten.

Privat koche er eigentlich ganz gerne – auch für sich alleine. „Ich koche natürlich nicht so gut wie die beiden hier, aber schon so, dass es mir schmeckt“, scherzte Metzger.

Gemeinsam mit alten Freunden kochen

Neben Gesa Rengstorf war auch ihre
Zwillingsschwester Rieke in der Küche mit von der Partie.

Im November macht er in Hessen dann auch wieder gemeinsam mit alten Freunden und Gemeindepfarrer eine Martinsgans, erzählte Metzger. Er mache in der Küche dann alles was anfällt, „auch, wenn es Kartoffelnschälen ist“.

 „Ich empfinde das Kochen als sehr entspannend, wenn man es nicht jeden Tag machen muss“, sagte Metzger.

Und Entspannung kann Metzger in seinem aufregenden Job als Intendant sicherlich brauchen. Von seiner Arbeit wollten die Gäste natürlich auch jede Menge wissen. Und so gingen die Gespräche um seinen Werdegang („wie wird man eigentlich Intendant“), Musikfarben, den Tatort und die Situation des Senders.

Eine Art „Miniatur-Sender“

Dabei betonte Metzger, dass Radio Bremen schon immer einen guten Ruf gehabt habe, weil das Haus immer aufgefallen sei und besondere Dinge gemacht habe. Zugleich sei RB so eine Art „Miniatur-Sender“ meinte der Intendant angesichts der jährlichen Bilanzsumme von 100 Millionen Euro, die sich im Vergleich zum WDR mit seinen 1,4 Milliarden Euro natürlich sehr klein wirke.

Dafür sei man aber bei den digitalen Medien schon sehr viel weiter als andere Sender. Wo es in anderen Häusern gleich eine Fachredaktion Internet oder eine Hauptabteilung Junge Programme geben müsste, könne man das in Bremen viel unbürokratischer angehen.

Die digitale Garage

So sei zum Beispiel 2011 aus einem Volontärs-Jahrgang heraus die digitale Garage entstanden. Nach dem Motto „ihr kriegt Zeit, ihr kriegt Geld, eine Garage und einen Kasten Bier“, sei so etwas ganz Neues entstanden (nur der Kasten Bier sei nie alle geworden).

Ähnlich sei auch das nächste Projekt „Bremen NEXT“ entstanden, mit dem es im kommenden Jahr richtig losgehen solle. Direkt aus dem Ladenlokal im Erdgeschoss des Senders, in dem bislang ein Nagelstudio gewesen sei – „vielleicht sollten wir das Programm so nennen“, meinte Metzger scherzhaft.

Mit der Mendiennutzung Schritt halten

Zugleich zeigte er sich sicher, dass es Radio Bremen – genau wie das Bundesland Bremen – noch lange geben wird: „Man muss mit der veränderten Mediennutzung Schritt halten und bereit sein sich immer zu verändern. Dann muss man keine Angst vor der Zukunft haben.“

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