Bremen will Vorlese-Hauptstadt werden

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Der Autor David Safier beim jüngsten Vorlesetag. Foto: WR

Mit einer besonderen Idee will sich Bremen im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages für den Titel „Vorlesehauptstadt“ bewerben. Das Motto lautet: „Je ungewöhnlicher der Ort, desto größer sind die Chancen auf den Sieg.”

 Für den bundesweiten Vorlesetag, der am kommenden Freitag stattfindet, hat sich “, Patrick Strauss, Initiator der Aktion „Bremen liest Bremer Stadtmusikanten“, eine ganz besondere Aktion einfallen lassen. „Die Bremer Stadtmusikanten sind ein Symbol für Bremens Weltoffenheit und stiften ein Teil unserer Identität“, so Strauß, der sich daher dafür eingesetzt hat, das am Freitag möglichst viele Personen das berühmte Märchen vorlesen. Das Besondere: „Wir wollen in möglichst vielen Bremer Flüchtlingsunterkünften lesen“, sagt er.

Bremer Stadtmusikanten auf arabisch

Das Märchen von Esel, Hund, Katze und Hahn versinnbildcht die Geschichte von Vertriebenen, die aus dem Nichts eine neue Existenz aufbauen. Um den vielen Menschen, die in der Hansestadt Zuflucht suchen, die Geschichte näher zu bringen, soll das Mal- und Erzählbuch „Willkommen in Bremen“ zum Einsatz kommen. In dem Buch, das in der vergangenen Woche erschienen ist, wurde das Bremer Märchen in vier verschiedene Sprachen übersetzt: englisch, russisch, albanisch und arabisch. Die deutsche Version ist ebenfalls abgedruckt.

An der Aktion kann sich jeder beteiligen, der Lust hat anderen Menschen etwas vorzulesen. Doch um Aufmerksamkeit für dieses Projekt zu generieren, hat sich Strauß um bekannte Personen bemüht, die sein Vorhaben unterstützen. So werden unter anderem Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bauen und Verkehr, Lencke Steiner, Fraktionsvorsitzende der FDP in der Bremer Bürgerschaft und Jan Weyrauch, Programmdirektor von Radio Bremen, in verschieden Unterbringungen vorlesen.

Marco Bode liest in Bremen-Nord

Auch im Bremer Norden beteiligen sich Personen des öffentlichen Lebens an der bundesweiten Aktion. So wird beispielsweise der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Werder Bremen, Marco Bode, der Tami Oelfken Schule einen Besuch abstatten. Rainer Bensch, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Bremen-Nord liest in der Oberschule in den Sandwehen vor.

Vorlesehauptstadt kann Bremen in drei Kategorien werden: Entscheident sind die Anzahl der Teilnehmer, das beste Motto oder die öffentlichkeitswirkamste Veranstaltung. „Mit unserem Motto haben wir ganz gute Karten“, hofft der Initiator. Was den Sieger erwartet? „Eine Plakette und viel Ehre“, erklärt Strauß mit einem Augenzwinkern. Natürlich gehe es in erster Linie darum viele Menschen auf den Tag aufmerksam zu machen.

Bremen bald Vorlesehauptstadt?

Er basiert auf einer Initiative der Wochenzeitschrift „Die Zeit“, der „Stiftung Lesen“ und „Deutsche Bahn Stiftung“. Dadurch sollen vor allem Kinder schon früh für das Lesen und das Vorlesen begeistert werden. Bis jetzt haben sich über 92.000 Menschen für die Aktion angemeldet, die am Freitag zum elften Mal stattfindet. Wer mitmachen möchte, kann Patrick Strauß unter strauss-desgin@gmx.de kontaktieren. Weitere Informationen unter: www.vorlesetag.de

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