Mehr Menschen mit Behinderungen in Arbeit bringen

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Beschäftigte im Martinshof Foto: WR

Um Vorurteile geht es häufig, wenn Menschen mit Behinderungen in Unternehmen Arbeit finden sollen. Nicht nur die Arbeitsagentur berichtet dies, auch der neue Chef der Werkstatt Bremen bestätigt das. Die Arbeitsagentur will mit einer Aktionswoche jetzt aufklären.

Stärker für Menschen mit Behinderungen engagieren will sich die Bremer Agentur für Arbeit. Ihre Integration in die Arbeitswelt sei immer noch schwer, durch Informationslücken oder auch Vorurteile, sagt Goetz von Einem, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Bremen, dabei sollte sie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Agentur hat dazu jetzt eine Aktionswoche gestartet.

„Ein gesamtgesellschaftliches Problem“

Dass durch Informationslücken und Vorurteile, Personalentscheidungen, die einen integrativen Charakter haben, erschwert werden, stellt auch Ahlrich Weiberg, der neue Geschäftsführer der Werkstatt Bremen, fest. Mit diesen „vermeidbaren Vermittlungshemmnissen“ sei auch die Werkstatt konfrontiert, meist ließen diese sich aber lösen.

„Letzten Endes reden wir aber über ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nur durch eine Änderung des Grundverständnisses auflösbar ist“, betont Weiberg.

Die Agentur möchte die Inklusion voranbringen und im Rahmen einer Aktionswoche, die jetzt gestartet ist, auf das Thema aufmerksam machen. „Bei der Integration von Menschen mit Behinderung geht es häufig darum, negative Bilder im Kopf auszugleichen“, sagt Vermittler Stefan Schöttle, der regelmäßig mit Arbeitgebern darüber spricht, Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen einzustellen.

Arbeitgeber loben häufig die Motivation

Arbeitsplätze könnten technisch oft an Behinderungen angepasst werden und es gebe in manchen Fällen auch  finanzielle Förderung. Dabei weist Schöttle darauf hin, dass sich die Beschäftigung lohnt:  Fachkräfte könnten von einfachen Aufgaben entlastet werden, Arbeitgeber lobten häufig die Motivation und auch Zuverlässigkeit dieser Kräfte.

Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat sich positiv entwickelt, wie die Agentur berichtet, sie folgt der guten Konjunktur. Im Oktober 2015 waren 175.000 Schwerbehinderte in Deutschland arbeitslos gemeldet, das ist ein Rückgang um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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