Die Flamme an einem Gasherd. Foto: Wikipedia Die Flamme an einem Gasherd. Foto: Wikipedia
Sicherheitstest

Wenn das Gas plötzlich nach faulen Eiern riecht

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Gaskunden sollten jetzt auf einen ungewöhnlichen Geruch achten: Wesernetz mengt dem Gas Duftstoffe bei, mit denen die Leitungen auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. Wer etwas riecht, sollte sofort Hilfe rufen.

In der Woche vom 7. bis zum 11. März 2016 setzt der Netzbetreiber Wesernetz dem Erdgas wieder Duftstoffe bei. „Die einwöchige Maßnahme führt wesernetz einmal jährlich aufgrund gesetzlicher Vorgaben durch“, teilt das Unternehmen mit. Die Folge: In der Stadt Bremen, in Bremen-Nord, Stuhr, Weyhe und der Samtgemeinde Thedinghausen riecht das Erdgas in dieser Woche deutlich stärker als sonst.

„Alle Erdgasnutzer haben so die Möglichkeit, die Dichtigkeit ihrer eigenen Hausinstallationen ganz einfach per Nase zu überprüfen“, heißt es. Wer etwas feststellt, sollte nicht lange warten, sondern den wesernetz-Entstörungsdienst informieren, unter Tel. 0421 359-1020 (rund um die Uhr).

Es reicht nach faulen Eiern an der Leitung

„Erdgas ist von Natur aus geruchsfrei“, begründet der Netzbetreiber die Aktion. „Die stetige Beimengung eines unangenehm riechenden Duftstoffs erfolgt aus Sicherheitsgründen, damit den Kunden austretendes Erdgas sofort auffällt.“ Wenn Erdgas austrete, rieche es streng und stark schwefelig. „Manche Menschen sagen auch, es rieche wie faule Eier.“ Wer den Geruch kennenlernen möchte, kann bei wesernetz über das Internet kostenlos ein Informationskärtchen bestellen, das diesen sehr spezifischen Geruch trägt.

In der zweiten Märzwoche erhöht wesernetz die Konzentration des Duftstoffs auf das Dreifache der üblichen Menge. Durch diese „Stoßodorierung“ sollen kleinste Undichtigkeiten in der hauseigenen Gasinstallation deutlich wahrnehmbar und die Kunden können frühzeitig, bevor ein größerer Sanierungsbedarf entsteht, Wartungsmaßnahmen über ihren Installateur in die Wege leiten.

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