Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Bremen angestiegen. Foto: WR Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Bremen angestiegen. Foto: WR
Unfallstatistik

Mehr Tote durch Verkehrsunfälle in Bremen

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In Bremen steigen die Verkehrsunfallzahlen weiter an, auch die Zahl der Verletzten nimmt zu. Das geht aus der frisch veröffentlichten Unfallstatistik hervor. Doch es gibt auch Positives: Weniger Kinder sind verunfallt.

Insgesamt ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Bremen 2o15 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden sind laut Statistik zu geringer Abstand, fehlerhaftes Abbiegen und Missachtung der Vorfahrt. Am häufigsten an den Unfällen beteiligt sind zwei Autos. Außerdem auffällig ist laut Behörde die Zahl der Unfälle zwischen Autos und Radfahrern.

Auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten, Schwer- und Leichtverletzten ist in Bremen angestiegen. Die Zahl der Getöteten ist sogar auf dem Höchstand im Vergleich zu den letzten fünf Jahren. Kinder waren laut Statistik aber nicht darunter.

Ablenkung häufigste Ursache für Verkehrsunfälle

Unfälle, bei denen die Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen sind, verzeichnet die Polizei weniger als in der vergangenen zwei Jahren. Angestiegen sind hingegen insbesondere die Auffahrunfälle, bei denen die Fahrer zu wenig Abstand zu ihrem Vordermann gehalten haben.

Das war häufig zu den Hauptverkehrszeiten der Fall und hat Blechschäden verursacht. Die Polizei vermutet, dass vor allem Berufspendler während der Fahrt durch andere Einflüsse abgelenkt gewesen sind – etwa durch Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, Simsen, Unterhaltungen oder laute Musik.

Geschwindigkeitsbedingte Verkehrsunfälle führen laut Statistik auch häufig zu Verletzungen bei den Beteiligten. Je höher die Geschwindigkeit, desto schlimmer die Verletzungen und die Zahl der Verletzten. Geschwindigkeitsbedingte Verkehrsunfälle sollen deswegen auch in 2016 ein polizeilicher Schwerpunkt in der Unfallbekämpfung bleiben.

Vier Radfahrer nach Verkehrsunfällen gestorben

Verkehrsunfälle, bei denen Kinder beteiligt gewesen sind, waren im Vergleich rückläufig. Vor allem 12- bis 15-jährige Radfahrer verunglücken am häufigsten.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Radfahrer beteiligt gewesen sind, wieder rückläufig. Die Statistik führt an, dass es zwar weniger verletzte Radfahrer gegeben hat, die Wahrscheinlichkeit, sich schwer zu verletzen insbesondere bei Radfahrern aufgrund der fehlenden Knautschzone sehr groß sei.

So sind 2015 in der Stadt Bremen insgesamt vier Radfahrer an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben. Erstmals ist auch ein Pedelec-Fahrer tödlich verunglückt.

Drei Hauptorte für Verkehrsunfälle in Bremen

Die Top3 der Unfallbrennpunkte sind laut Statistik „Am Stern“, die Strecke auf der „Stephanibrücke“ und die Kreuzung „Am Brill/Bürgermeister-Smidt-Straße“.

Zusammenfassend stellt die Polizei fest, dass sich viele der Verkehrsunfälle im ruhenden Verkehr ereignen, beispielsweise beim Parken. Die Polizei prangert an, dass allerdings fast jeder Vierte Unfallverursacher sich unerlaubt vom Unfallort entfernt. Diese Zahl sei steigend.

Deswegen weist die Polizei daraufhin, dass das eine Straftat ist und auch „Parkrempler“ sich bei der Polizei melden müssen oder wenigstens die Personalien mit dem anderen Beteiligten austauschen müssen.

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