Grundsteinlegung für das Bauprojekt Waller Wasserturm, mb Die Zeitkapsel wird in das Fundament des alten Wasserturms eingelassen. Foto: Bollmann
Wohnungen in Walle

Hängepartie beendet: Baubeginn am Wasserturm

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Die Bremer Heimstiftung erweitert das Stiftungsdorf Walle: Für sieben Millionen Euro wird auf dem Fundament des alten Waller Wasserturms ein neues Gebäude mit 42 Wohnungen und einer Tagespflege errichtet.

Mit dem Baubeginn geht eine lange Hängepartie zu Ende, bei der nicht unbedingt klar war, ob das Projekt überhaupt noch realisiert wird. „Wir verdanken das der europäischen Null-Zins-Politik“, erklärte Heimstiftung-Vorstand Alexander Künzel bei der Grundsteinlegung in der vergangenen Woche.

Zehn Jahre lang habe sich die Heimstiftung nicht an die Realisierung herangetraut, die auch jetzt noch ein Kraftakt für das Unternehmen sei, erklärte Künzel.

Der Leuchtturm des Stiftungsdorfes

Dennoch zeigte er sich hochzufrieden: „Es geht auch darum, eine Heimat zu schaffen.“ Der Neubau auf dem Fundament des Wasserturms werde zugleich der „Leuchtturm des Stiftungsdorfes, das eine unglaubliche Vielfalt bietet“, erklärte Künzel.
Bis zum Sommer kommenden Jahres soll auf dem achteckigen Fundament des historischen Turms nun ein siebengeschossiges Gebäude errichtet werden.

Die Spitze des Hauses soll dabei eine gewaltige Glaskuppel mit Photovoltaikanlage bilden. „Was vom Turm früher als Wasser in die Häuser weitergegeben wurde, wird künftig als Strom abgegeben,“ sagte der Architekt Ulrich Tilgner, der sich ganz begeistert von dem Bauvorhaben zeigte: „Den Baukörper mit Leben füllen, ist total schön für mich.“

Ein neues Waller Wahrzeichen

Die Planungen für das neue Gebäude hat auch Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) mitverfolgt, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt: „Ich habe dabei eine Menge gelernt über die Bombennacht, die das Gesicht des Stadtteils verändert hat.“ Daher zeigte sie sich zufrieden, dass Architekt Tilgner mit dem Projekt betraut sei, der schon „viele schöne Bauten für die Menschen in den Stadtteilen geplant und realisiert hat.“

Besonders positiv sei zudem, dass die oberste Etage des neuen Waller Wahrzeichens künftig auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein solle. „Ich freue mich auf die neue Nachbarschaft,“ so Stahmann.

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