Ostereier: Nicht immer steht drauf, was drin ist -
Wie die Hühner aufwachsen und leben, ist vielen eierkaufenden Kunden heute wichtig. Wie die Hühner, von denen ihre Eier kommt, leben, ist vielen Verbrauchern wichtig. Foto: Nabu
Ostern

Ostereier: Nicht immer steht drauf, was drin ist

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Dass die aufgedruckten Ziffern auf der Eierschale etwas über die Herkunft des Eis verraten, wissen die meisten. Die Herkunft ist aber schwer zu erkennen, wenn die Eier bereits fertig gefärbt sind.

Viele Kunden greifen heutzutage nur noch ungern zum Ei aus der Legebatterie. Das hat der Bremer Naturschutzbund Nabu beobachtet. Er kritisiert aber: Oft sei gar nicht zu erkennen, welche Herkunft die Eier haben, die gerade an Ostern gern verspeist werden.

Denn sobald die Eier verarbeitet wurden, etwa zu Nudeln oder Mayonnaise, hat es der Verbraucher schwer, zu erkennen, aus welcher Haltung die verwendeten Eier stammen.

Herkunft gefärbter Ostereier meist nicht zu erkennen

„Vielen Verbrauchern ist gar nicht bewusst, dass sie mit ihren Makkaroni die Tierquälerei unterstützen. Auch die schon eingefärbten und gekochten Party-Eier haben keine Kennzeichnung“, ärgert sich Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Nabu in Bremen.

Einen Durchblick haben Kunden aber, wenn sie statt fertiger Ostereier unverarbeitete Eier kaufen. Dabei gilt:

0 steht für Öko-Ei, 3 für Käfig-Ei

⋅ 0 steht für ökologische Erzeugung: Freilandhaltung, mindestens 4 m² Auslauf, Futter aus ökologischem Anbau, Gentechnik verboten
⋅ 1 steht für Freilandhaltung: mindestens 4 m² Auslauf im Freien für jedes Huhn
⋅ 2 steht für Bodenhaltung: maximal 9 Hühner pro Quadratmeter in einem Stall
⋅ 3 steht für Käfighaltung: Käfige mit Metallgittern, 750 cm² je Henne, meist in Etagen gestapelt

Immer mehr Bremer halten selbst Hühner

Immer mehr Bremer machen es inzwischen ganz anders. „Es gibt einen Trend zur Haltung eigener Hühner“, stellt Sönke Hofmann fest. „Die Anfragen von Anfängern in der Hühnerhaltung nehmen auf der Dreptefarm betreibt, eindeutig zu.“ Auf seiner Farm in Wulsbüttel hält der Nabu nämlich auch selbst Hünter.

Ein Garten mit einigen hundert Quadratmetern reiche aus und wer auf den Hahn verzichte, habe selten Probleme mit den Nachbarn, dafür aber auch keine eigenen Küken. „Man muss gut abzäunen, sonst sind die Gemüsebeete geplündert“, sagt Hoffmann. „Als Dank hat man dann aber auch kaum noch Schnecken.“

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