Burgleseum

Flüchtlinge nahmen ihre Unterkunft auseinander

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Unzufriedenheit und Ruhestörungen durch andere Bewohner haben sie angestachelt: Bei einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft in Burglesum nahmen die jungen Bewohner das Mobiliar auseinander und richteten Schäden an.

Der Polizei wurde gegen 23.50 Uhr am Montag eine größere Auseinandersetzung in der Flüchtlingsunterkunft in der Alwin-Lonke-Straße gemeldet. Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatte sich die Situation offenkundig schon etwas beruhigt. Doch zuvor tobte der Streit: Mehrere Bewohner in der Turnhalle hatten die Holzwände zerstört, mit denen die Räume abgetrennt sind. Außerdem hatten sie Tische und Bänke umgeworfen, wie die Polizei mitteilt.

Zehn Verdächtige, zwischen 16 und 19 Jahre alt

Als Gründe wurden Unzufriedenheit mit der Unterkunft, dem Sicherheitspersonal und Ruhestörungen durch andere Bewohner angegeben.  Die Einsatzkräfte konnten zehn Verdächtige, alle zwischen 16 und 19 Jahre alt, ermitteln und mit zur Wache nehmen.

Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder den Betreuern übergeben. Es wurden Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und auch wegen illegaler Einreise eingeleitet. In der Alwin-Lonke-Straße sind vor allem minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge untergebracht, die intensiv betreut werden sollen. Außer Sozialpädagogen sind dort auch Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz.

Behörde: Gute Erfahrungen mit Träger gemacht

Nach dem Übergriff mit einem Rasierklinge auf einen Betreuer in der vergangenen Woche ist die Randale in Grambke jetzt der zweite Vorfall in einer Einrichtung, die von der Akademie Lothar Kannenberg geführt wird. Das sei jedoch noch kein Grund, an der Zuverlässigkeit des Trägers zu zweifeln, sagt David Lukaßen, Sprecher des Sozialressorts. „Der Träger ist gut, wir haben gute Erfahrungen mit ihm gemacht.“

Wie jeder andere Vorfall in Flüchtlingsunterkünften sei aber auch die Randale in Bremen-Nord ein Anlass, sich die Situation vor Ort gemeinsam mit dem Träger anzusehen. Eine Häufung von Beschwerden aus der Einrichtung an der Alwin-Lonke-Straße ist Lukaßen im Vorfeld nicht aufgefallen. „Es gibt aber aus den verschiedenen Einrichtungen immer wieder Beschwerden, denen wir dann auch nachgehen.“ mit Sonja Niemann

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