Der Vorstand des Vereins IGB212neu e.V (von links): Jürgen Wappler (Kassenwart), Uwe Kroll (1. Vorsitzender), Britt Rose (Schriftführerin), Jan Buscher (2. Vorsitzender), Wolfgang Brandt (Beisitzer). Foto: Eckert Der Vorstand des Vereins IGB212neu wurde im Amt bestätigt. Foto: Eckert
Verkehr

IGB212neu: Warten auf den Bundesverkehrswegeplan

Von
Die Arbeit des Vereins IGB212neu fand im vergangenen Jahr hauptsächlich hinter den Kulissen statt. Mit Spannung erwartet man nun den Bundesverkehrswegeplan, der am Donnerstag, 17. März, veröffentlicht werden soll.

Um den Neubau der B212 im Abschnitt zwischen Harmenhausen und der Landesgrenze Bremen wird seit Jahren gestritten. Die IGB212neu (Interessengemeinschaft B212 freies Deich- und Sandhausen) kämpft von Beginn an gegen  Trassenverläufe, die zu einer verkehrlichen Mehrbelastung für Delmenhorst oder zu einer Zerschneidung von Deich- und Sandhausen führen würden.

Die Interessengemeinschaft entwickelte auch die Idee, die B212 ohne Anschluss an die Stedinger Landstraße zu bauen. In dieser Variante wurde das Projekt von Niedersachsen für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet.

Einstufung des Projektes ist entscheidend

Entscheidend für die Fortführung der Planung des B212-Neubaus, der die Anbindung der Wesermarsch an Bremen verbessern soll, ist die Einstufung in den Bundesverkehrswegeplan.  Nur wenn der Straße ein vordringlicher Bedarf zugebilligt wird, gibt es eine realistische Chance, dass der Bund die finanziellen Mittel für das Projekt bereitstellt. Bei einer Einstufung in den weiteren Bedarf besteht hingegen kaum Chance auf Finanzierung, weil erfahrungsgemäß die Mittel nicht einmal ausreichen, um den vordringlichen Bedarf zu befriedigen.

„Das müssen wir einfach abwarten“, sagt Uwe Kroll, der am Montag auf der Mitgliederversammlung im Amt des Vorsitzenden bestätigt wurde. Erstmals gebe es eine Öffentlichkeitsbeteiligung. Innerhalb von sechs Wochen könne man sich zur Einordnung der Projekte äußern.

IGB212neu denkt über Stellungnahme nach

„Wir werden prüfen, ob wir eine Stellungnahme abgeben“, erklärt Kroll. Zunächst müsse man analysieren, ob die Bewertung der B212 aus Sicht des Vereins plausibel erscheine. „Angemeldet wurde die B212 ohne Anschluss an die Stedinger Landstraße und mit einem Sternchen hinsichtlich weiterer Varianten. Die Frage ist, welche Variante für die Bewertung im Bundesverkehrswegeplan zugrunde gelegt wurde“, erläutert Kroll.

Von der Einstufung im Bundesverkehrswegeplan könnte auch abhängen, ob das im vergangenen Jahr begonnene Dialogverfahren mit den verschiedenen betroffenen Kommunen und Interessengruppen fortgesetzt wird. „Der eingesetzte Dialogbegleiter hat bislang eine Konfliktanalyse durchgeführt“, weiß Kroll. Diese sollte im Februar abgeschlossen werden.

Ergebnisse sind noch nicht bekannt. „Wir warten noch auf das Protokoll des Lenkungskreises“, sagt Kroll. An der Stelle wünsche man sich mehr Transparenz. „Vier Wochen nach der Sitzung ist noch kein Protokoll ins Internet eingestellt“, bedauert er.

Schreibe einen Kommentar