Der neue Kultur-Haushaltsplan sieht 399.000 Euro mehr für die Weserburg vor.Foto: Schlie Der neue Kultur-Haushaltsplan sieht 399.000 Euro mehr für die Weserburg vor.Foto: Schlie
Kulturhaushalt

Bremens „Bettensteuer“ fließt in den Kultur-Etat

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Der Kulturhaushalt soll stabil bleiben – das zumindest steht in dem Entwurf, der Donnerstag den Deputierten vorgestellt wird. 934.000 Euro Mehreinnahmen der Citytax sollen den großen Bremer Museen zu Gute kommen.

Die Kulturdeputation berät in der kommenden Woche über ihren Haushalt 2016/2017. Und, um eines gleich vorweg zu nehmen: Der sieht sogar leichte Zuwendungserhöhungen für einige Bremer Institutionen vor.

Das liegt vor allem daran, dass die Mehreinnahmen der Bettensteuer-Erhöhung, der sogenannten Citytax, jetzt fest vom Ressort eingeplant werden können. Mit diesen 934.000 Euro „sollen die Museen gefördert werden, die auch überregional ausstrahlen und Touristen nach Bremen locken“, sagt Alexandra Albrecht, Sprecherin der Kulturbehörde.

Auslagerung des Schiffahrtsmuseums gut für Kulturhaushalt

Der Haushaltsentwurf sieht vor, damit die Zuwendungen für unter anderem  folgende Institutionen aufzustocken: Die Weserburg (mit 399.000 Euro) die Kunsthalle (mit 300.000 Euro), die Gerhard-Marcks-Stiftung (mit 97.000 Euro), die Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung (mit 50.000 Euro) und das Übersee-Museum (mit 48.000 Euro).

Insgesamt bringt die Citytax rund 2,1 Millionen Euro in die Kulturkasse – bei veranschlagten Gesamtausgaben von rund 80 Millionen Euro nur ein bisschen mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Kulturhaushalt soll stabil bleiben

Eine weitere Erleichterung für den angespannten Kulturhaushalt ist die Auslagerung des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven ins Wirtschaftsressort seit Januar dieses Jahres. Allein 2015 wurde das Haus im Kulturetat mit rund 4,8 Millionen an Sanierungs- und sonstigen Kosten veranschlagt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Kulturhaushalt soll stabil bleiben, Kürzungen sind nicht geplant. Am Donnerstag, 7. April,  wird der Entwurf in einer Sonder-Sitzung den Deputierten vorgestellt, bevor er dem Senat und in der Bürgerschaft vorgelegt wird.

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