Strandkorb mit Nordseeblick auf Spiekeroog. Foto: Suhren Strandkorb mit Nordseeblick auf Spiekeroog. Foto: Suhren
Spiekeroog Insel

Spiekeroog – eine kunstsinnige Nordseeinsel

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Ob Tagesausflug, Wochenendtripp oder längere Urlaubsreise: Langeweile muss auf Spiekeroog keinesfalls aufkommen. Gerade kreative Menschen können auf der Nordseeinsel viel Neues ausprobieren. Wir geben ein paar Tipps.

Welche „kosmische“ Nordseeströmung auch immer dafür verantwortlich zu machen ist: Wie auf kaum einer anderen ostfriesischen Insel finden sich auf Spiekeroog künstlerisch veranlagte Menschen, die ihre Kreativität ausleben, ihre Ateliers und Werkstätten aber auch für Inselgäste öffnen.

Souvenirs aus Spiekeroog

So entstehen Reiseandenken, die individueller nicht sein könn­ten. Etwa im Atelier Mondstein, wo Anna Ehmen nebst Familie die Gäste bei der Schmuck­gestaltung unterstützen. Und das macht richtig viel Spaß und ist – auch für Anfänger – gar nicht schwer.

In dem kleinen gemütlichen Atelier kann man Kurse buchen, in denen beispielsweise Ringe, Anhänger, Broschen oder Ohrschmuck geschmiedet werden. Die intensive Betreuung der kleinen Gruppe garantiert ein Erfolgserlebnis.

Lust auf Kunst und Kultur

Spiekeroog heißt kreative Menschen besonders herzlich willkommen. Das liegt nicht nur am Erbe des Bremer Reeders Niels Stolberg, der – vor seiner Insolvenz – viel Geld in die kleine Insel gesteckt hat. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen.

Bereits seit einigen Jahren steht das sogenannte Künstlerhaus leer. Geblieben ist jedoch die Lust auf Kunst und Kultur. Die Touristikverwaltung hat viele Ideen von Stolberg aufgegriffen und bietet heute im Haus des Gastes namens Kogge vielfältige Seminare an.

Bei Mario Müller aus Wardenburg kann man beispielsweise malen und zeichnen lernen. Ähnlich wie im Schmuckatelier Mondstein muss man auch bei ihm nichts mitbringen.

Um das Material kümmert sich Müller persönlich. Mehrmals im Jahr zieht es ihn auf die Insel, um dort einen kleinen Kreis von Teilnehmern, in die Malerei einzuführen.

Patrick Kösters, Bereichsleiter Tourismus der Nordseebad Spiekeroog GmbH ist stolz auf das umfangreiche Programm, dass auf der Insel geboten wird. Und zwar nicht nur in der Hauptsaison. Auch in der touristenärmeren Zeit ist der Flyer prall gefüllt.

Nordseeinsel ist autofrei

Angst vor Stress muss man trotzdem nicht haben. Denn die Insel erdet ungemein. Gerade mal 50 Minuten ist man mit der Fähre von Neuharlingersiel unterwegs, dann wird man von einem kleinen Dorf mit schnuckeligen Häuschen und viel Natur drumherum empfangen.

Die autofreie Insel (auf der auch nur wenige Fahrräder unterwegs sind) bietet nur 3.500 Betten für Gäste. Und so hat man gute Chancen, die Salz­wiesen, Wäldchen, Dünen und den 15 Kilometer langen Sandstrand alleine zu genießen.

Das Reizklima tut dem Körper dabei besonders gut, so dass man nachts bestens schläft.

Schutzzonen für Vögel

Lust auf Bewegung sollte man sollte allerdings haben, denn auf seine Füße muss man sich hier verlassen können. Auf der Insel gibt es keinen Fahrradverleih, lediglich Bollerwagen stehen als Transportunterstützung zur Verfügung. Da sind die Einheimischen eigen.

Auch Hunde sind nur in bestimmten Unterkünften erlaubt und zahlen auf der Fähre den Erwachsenenpreis. Sie müssen aufgrund der Schutzzonen für Vögel an die Leine. Dafür steht ihnen ein weitläufiger Hundestrand zur Verfügung.

Fakten

Anreise: Nach Spiekeroog kommt man nur per Fähre von Neuharlingersiel. Fährtickets, Kurbeiträge und sogar den Gepäckservice kann man vorab online buchen. 3.500 Gästebetten und einen Zeltplatz gibt es auf der Insel.

Tipps: Einplanen sollte man einen Besuch im Inselcafé. Die Kuchen und dazu ein Tee sind der Hit. Speisen sollte man auf der Spiekeroog III. Das ehemalige Fährschiff wurde zu einem gemütlichen Restaurant mit viel maritimen Charme umgebaut.

Infos: Alles über die Insel auf der Homepage.

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