Gigantisch: Die Skyline von Panama-City.Foto: Kaloglou Gigantisch: Die Skyline von Panama-City.Foto: Kaloglou
Panama Reise

Panama Papers? Unser Reisetipp – „von allem viel“

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Kein gutes Licht fällt wegen der sogenannten „Panama Papers“ gegenwärtig auf den zentralamerikanische Staat. Dabei haben Panama und seine Hauptstadt mehr zu bieten als nur Briefkastenfirmen. Wir verraten ihnen, was.

Panama, was in der Ureinwohner-Sprache „von allem viel“ bedeutet – macht seinen Namen volle Ehre: Eine pulsierende Hauptstadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und eine schöne Altstadt sowie ein stark frequentierter Kanal. Dort beginnt auch unsere Entdeckungstour.

„Panama“ – „von allem viel“ denken sich wohl auch diejenigen, die mit Briefkastenfirmen Steuergelder am Fiskus vorbei mogeln wollten, aber durch die sogenannten „Panama Papers“ sind vor allem viele Namen bekannt geworden. Was Panama dem Reisenden zu bieten hat, erfahren Sie hier.

Als Kapitän durch den Kanal von Panama

Auf der Schiffsbrücke leuchten zig Lämpchen in grün und rot. Der Blick des Kapitäns richtet sich jedoch nur nach vorne, Millimeterarbeit ist jetzt von ihm gefragt.

Die Tore öffnen sich, der Riesenpott gleitet langsam in die Schleusenkammer: Die Fahrt durch den Panama-Kanal als erster Offizier an Bord – wer das auch ohne Kapitänspatent erleben möchte, steuert den Simulator im vierten Stock des Kanal-Museums direkt an den Minaflores-Schleusen an.

Ein Deck höher, von der Veranda des Restaurants aus, gibt es die realen Bilder dazu: Mächtige Frachter-Kolosse, allesamt schwer beladen, werden im Zeitlupentempo von PS-starken Loks mit dicken Stahlseilen in der Spur gehalten und Richtung Pazifik beziehungsweise in den Kanal geschleust.

Beschwerlicher Kanalbau

Ein Spektakel, das alljährlich Tausende von Touristen anzieht. 2014 wurde das technische Wunderwerk 100 Jahre alt.

Der Panama-Kanal zählt zu den wichtigsten Wasserstrassen der Welt. Wie beschwerlich sein Bau war, der 25.000 Arbeitern das Leben kostete, wird im Museum bei der Miraflores-Schleuse anschaulich dokumentiert.

Glitzernde Metropole am Wasser

Genauso aufregend wie die Miraflores-Schleusen am Stadtrand von Panama City ist auch die Metropole am Pazifik. Die Stadt mit ihrer glitzernden Skyline und den Marinas ist Amerikas Antwort auf Dubai: Shopping-Mekka, Finanzzentrum und Amüsiermeile – Panama City bietet von allem genug.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die 118 Meter hohe „Puente de las Américas“, die Brücke, die Nord- und Südamerika wieder miteinander verbindet, nachdem die beiden Kontinente durch den Kanal getrennt wurden.

Altstadt auf der Unesco-Weltkulturerbeliste

Viel Glanz versprüht die Metropole auch jenseits der Viertel, wo der schnöde Mammon regiert. Die Altstadt Casco Viejo mit ihren Kolonialbauten, die seit über zwölf Jahren zum Unesco Weltkulturerbe gehören, kann am besten zu Fuß entdeckt werden.

Gemütlich entlang der alten Festungsmauer flanieren, dann einen Zwischenstopp an einem der malerischen Plätze einlegen und den Blick auf den Pazifik genießen.

Später noch bei den Kuna-Indianerinnen auf dem Markt Handwerkskunst erstehen und zu guter Letzt noch eine Erfrischung in einem urigen Straßencafé zu sich nehmen und dabei seine Eindrücke Revue passieren lassen. Eins wird schnell klar – auch ein Spaziergang durch Casco Viejo bietet „von allem viel“.

Landstrich zwischen zwei Kontinenten

Panama verdankt seinen Namen übrigens einem Missverständnis. Als die spanischen Eroberer vor über 500 Jahren auf die einheimischen Indianer stießen und sie nach Gold- und anderen Edelschätzen befragten, bekamen sie stets die Antwort „Panama“, was in etwa mit „von allem viel“ übersetzt werden kann.

Die Fremden wiederum dachten, dass das Gebiet so heißt und tauften den schmalen Landstrich zwischen den zwei Kontinenten auf seinen heutigen Namen.

Infos:

Unterkunft: Europäischer Top-Standard erwartet die Gäste im RIU Plaza Panama. Das Fünf-Sterne-Haus befindet sich im Herzen des Banken- und Geschäftsviertels der Millionen-Metropole. Nicht weit von der Luxusherberge befinden sich einige Shopping-Malls.

Zu emfehlen ist das Gourmet-Restaurant „Tastes“, wo schon Weltstars wie Ozzy Osbourne, Ricky Martin und Jennifer Lopez oder der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bekocht wurden.

Flug: Condor fliegt mehrmals wöchentlich von Frankfurt Richtung Panama. Zubringerflüge mit Lufthansa ab Bremen nach Frankfurt sind zubuchbar.

Auskunft: Auf der touristischen Homepage von Panama.

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