Die alte Apollon Villa ist völlig verfallen und nach mehreren Wasserschäden im Inneren komplett verschimmelt. Die alte Villa an der Horner Heerstraße. Foto: pv
Geisterhaus

Alles voll: In Horn kaum noch Flächen zum Bauen

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Freiflächen gibt es in Bremen-Horn so gut wie keine mehr - erst Recht nicht für den sozialen Wohnungsbau. Doch mitten im Kern steht die verfallene Villa Apollon. Hier hat der Beirat aber keine Handhabe.

Die Bauvorhaben im Stadtteil haben den Beirat Horn auf seiner jüngsten Planungskonferenz beschäftigt – nicht zur allgemeinen Zufriedenheit.

Horn-Lehe verfügt kaum mehr über Freiflächen, die für die allgemeine Bebauung oder gar sozialen Wohnraum zur Verfügung stehen, wie sich auf der Beiratssitzung rasch zeigte.

Neubebauungen im Rahmen der Innenstadtverdichtung

Der Stadtteil werde zwar an Einwohnern wachsen, Neubebauungen werden aber im Rahmen der Innenstadtverdichtung vorgenommen. Grundstücke mit ehemals zwei bis vier Wohneinheiten werden künftig mit 10, 20 oder gar 30 Wohneinheiten bebaut werden.

Das lassen die über 50 Jahre alten Bebauungspläne zu, wie Torsten Kaal (Bausenator, Stadtplanung) erläuterte. Erschreckend befand es besonders die SPD-Fraktion um die stellvertretende Sprecherin des Horner Beirates Catharina Hanke, dass im Stadtteil  mit 123 Sozialwohnungen im Bestand so gut wie kein Platz für sozialen Wohnungsbau mehr vorhanden ist.

Bauvorhaben für studentisches Wohnen

Positiv hervorzuheben seien Bauvorhaben für studentisches Wohnen. Es gibt es diverse Planungen, zum Beispiel in der Mary-Astell-Straße,  der Anne-Conway-Straße, die Sanierung des Campuswohnheims und das Pilotprojekt in der Emmy-Noether-Straße. „Leider werden nicht alle Angebote für alle Studierenden bezahlbar sein“, so Hanke.

Ein weiteres Thema waren die Schrottimmobilien im Stadtteil, die es jedoch nach Auffassung von Kaal nicht gebe. Dem hat Beiratssprecher Stefan Quaß (CDU) im Hinblick auf das verfallene Gebäude der ehemaligen Apollon-Stiftung an der Horner Heeerstraße vehement widersprochen:

„Es ist seit Jahren immer das gleiche Spiel: Jedes Mal wenn wir Ortspolitiker beim Investor Bremermann darauf drängen, dass es auf diesem Filetstück mitten im Herzen Horns endlich zu einer Neubebauung kommen müsse, vertröstet dieser den Beirat.

Ortspolitiker werden vertröstet

Die alte Villa ist völlig verfallen und nach mehreren Wasserschäden im Inneren komplett verschimmelt. Zu einem Abriss gibt es keine Alternative.“ Laut Torsten Kaal sieht die Behörde hier jedoch keine Handhabe, den Investor zum Abriss zu bewegen, da das brachliegende Grundstück die allgemeine Stadt- und Quartiersentwicklung in Horn-Lehe nicht behindere.

Diese abwartende Haltung hat am Montag viele Beiratsmitglieder und Bürger bezogen auch auf das Geisterhaus an der Ecke Autobahnzubringer/Lilienthaler Heerstraße überhaupt nicht zufriedengestellt.

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