Essaouira Ziegen Marokko Foto: Kaloglou Ziegen sind in Marokko besonders behände, um an Futter zu kommen. Foto: Kaloglou
Städteziel Marokko

Essaouira – die windigste Stadt Afrikas

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Unser Reiseexperte hat sich dieses mal in Marokko die Künstlerkolonie Essaouira angeschaut. Er sagt: lohnenswert ist ein Spaziergang durch die Altstadt mit ihren vielen kleinen Lädchen. Der Fisch ist auch besonders gut.

Ein Baum am Straßenrand, ein Dutzend Ziegen, die auf den Ästen „balancieren“ und mehrere Busladungen Touristen, die die tierische Vorstellung aus allen Winkeln fotografieren.

Die marokkanischen Ziegen sind wahre Akrobaten und ihr Lieblings­essen scheint die Frucht des Arganbaums zu sein. „Sie machen Werbung für das beste Öl der Welt“, erzählt Fremdenführer Mubarrak augenzwinkernd.

Er verrät auch, dass es in der Region zwischen Marrakesch und Essaouira zahlreiche Kooperativen gibt, in denen Frauen in mühsamer Handarbeit die Nüsse der Arganfrucht nicht nur knacken und verarbeiten, sondern auch Arganöl und Cremes herstellen.

Arganöl aus Essaouira

Essaouira Markt Marokko Foto: Kaloglou

Essaouira Markt

Knapp eine Autostunde westlich Richtung Atlantik finden wir die Produkte in den Auslagen der Händler in der Altstadt von Essaouira wieder. Arganöl zum Verfeinern von Gerichten, Cremes für einen perfekten Teint und ein hal­bes Dutzend Potenzmittel für sie und ihn – auf dem Stadtmarkt gibt es von Gewürzen in allen leuchtenden Farben bis zu Aphrodisiaka alles, was das Herz begehrt oder der Mensch nicht braucht.

Steife Brise und viele Kitesurfer

Essaouira trägt den Beinamen „Windy City of Africa“ und macht ihren Namen alle Ehre. An drei Seiten vom Atlantik umgeben, weht an über 200 Tagen im Jahr eine steife Brise. Der Wind lässt die bunten Holzbötchen im Hafen mit den Wogen tänzeln. Er sorgt aber auch für den perfekten Schub, den Wind- und Kitesurfer für ihr Hobby brauchen.

Altstadt von Essaouira auf der Weltkulturerbeliste

Die dicken Festungsmauern hielten Jahrhunderte lang Eindringlinge von der Stadt fern. Heute sorgen sie dafür, dass Einheimische und Gäste windgeschützt durch die wunderschöne Medina (Altstadt), die auf der Weltkulturerbeliste der Unesco steht, schlendern können.

Prächtige Fassaden und edles Kunsthandwerk

Mehr als nur ein Hauch von Orient weht über die Medina, die Mitte des 18. Jahrhunderts symmetrisch angelegt wurde. In Häusern mit prächtig verzierten Eingangstüren und Fassaden sind unzählige Läden untergebracht, wo man von Kunsthandwerk über Lampen und Teppiche bis Silberschmuck alles kaufen kann. Essaouira, das ist auch die Stadt der Maler. In vielen Ateliers bieten einheimische Künstler ihre Werke feil – zu bezahlbaren Preisen.

Wenn sich nach dem ausgiebigen Spaziergang durch die Altstadt der Hunger meldet, sollte man Richtung Hafen laufen. Dort findet man zahlreiche Restaurants, wo fangfrischer Fisch und weitere lokale Spezialitäten serviert werden. Beim Essen kann man die zahlreichen Eindrücke von der „Wohlgezeichneten“, was Essaourira übersetzt bedeutet, einmal sacken lassen.

Schnappschuss statt Münze

Essaouira Festung Marokko Foto Kaloglou

Essaouira Festung

Möchte man irgendwann mal zurückkommen an die weiße Stadt am Atlantik, muss man noch mal auf die Festungsmauer rauf. „Rom-Besucher werfen eine Münze in den Trevi-Brunnen, um wiederzukommen. In Essaouira muss man einen Blick durch das Bullauge an der Festungsmauer wagen und ein Foto schießen“, verrät Reiseleiter Mubarrak und ver­ewigt diesen Moment für die alleinreisende Touristin auf dem Chip ihrer Digitalkamera.

Infos:

Rundreise: Essaouira kann individuell oder im Rahmen einer Rundreise besucht werden. Die zehntägige „Große Marokko-Rundreise“ von Öger Tours etwa enthält zum Preis ab 1.019 Euro pro Person als Stationen neben Essaouira auch Marrakesch, Casablanca, Fès und das Atlasgebirge.

Im Preis enthalten sind die Vollpension, Flug, Besichtigungs- und Aus­flugsgebühren sowie Ein­­trittsgelder laut Programm und die deutschsprachige Reiseleitung.

Tipps: Alles über Marokko auf der Homepage des Fremdenverkehrsamts.

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