Das Ausstellungsmodul „Krabbe & Co.“ mit lebendigem Anschauungsmaterial. Fotos: Schlie Das Ausstellungsmodul „Krabbe & Co.“ mit lebendigem Anschauungsmaterial. Fotos: Schlie
"Meer Erleben"

Strandkrabben krabbeln durch den Weserpark

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Aufgrund der großen Nachfrage ist die Ausstellung „Meer Erleben“ im Weserpark verlängert worden. Interessierte können noch bis zum kommenden Samstag in die Welt der Ozeane „eintauchen" und das blaue Nass hautnah erleben.

Frage: Warum laufen Strandkrabben seitwärts? Antwort: Bei Strandkrabben ist der Körper breiter als lang. Wie ihre Artgenossen aus der Ordnung der Zehnfußkrebse haben die Krabben fünf Beinpaare.

Damit sie nicht über die Eng beieinander stehenden Beine stolpern, bewegen sich Strandkrabben seitwärts voran. Ihr fester Panzer aus Chitin, der auch die Beine umschließt, lässt ihnen schlicht keine andere Wahl.

Strandkrabben müssen flink sein

Denn die Gelenke, zwischen Körper und Beinen lassen ihnen nur einen geringen Bewegungsspielraum. Würden sie ihre Beine vor und zurück bewegen, könnten die Krabben nur sehr kleine Schritte machen. Das sie aber auf der Speisekarte vieler anderer Tiere ganz oben stehen, müssen Strandkrabben schnellfüßig sein.

Wieder was gelernt. Noch viel mehr und wesentlicher unterhaltsamer lässt sich derzeit im Weserpark lernen.

Seit Anfang Juni ist dort die Erlebnisausstellung „Meer Erleben“ zu sehen. Jetzt wurde die Ausstellung wegen großer Nachfrage sogar noch verlängert.

Mehr Anschauungsmaterial

Anschauungsmaterial

Lebendiges Anschauungsmaterial

Bis einschließlich Samstag, 2. Juli, können Besucher des Einkaufscenters, wie es der Titel der Ausstellung verspricht, „das Meer hautnah erleben“.

Auf insgesamt 220 Quadratmetern im Weserpark beleuchten die sieben Ausstellungsmodule ganz unterschiedliche Aspekte – zum Teil an lebendigem Anschauungsmaterial.

Im Mittelpunkt des Moduls „Krabbe & Co.“ beispielsweise sind zwei große runde und oben offenen Aquarien, in denen dem Besucher ausgewählte Tier- und Pflanzenarten begegnen, die aus einem gemeinsamen maritimen Lebensraum stammen.

Das Modul "Tauchfahrt in die Tiefsee"

Das Modul „Tauchfahrt in die Tiefsee“

Tiefseetauchen im Weserpark

Das Modul „Tauchfahrt in die Tiefsee“ zeigt auf vier großen HD-Monitoren Viedeoaufnahmen von Oasen der Tiefsee, die mit dem Tauchroboter MARUM-Quest gemacht wurden.

Auch bei den weiteren Modulen dreht sich alles Ozeane und Meeresforschung.

Mit der Ausstellung richtet sich das MARUM, das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen, an die interessierte Öffentlichkeit sowie durch ein spezielles Rahmenprogramm an Schulklassen.

Am MARUM erkunden Wissenschaftler und Techniker durch gezielte Studien die grundlegende Rolle des Ozeans im System der Erde.

Das Zentrum ist in drei Forschungsfeldern besonders aktiv: Es ergründet die Wechselwirkungen zwischen Ozean und Klima, nimmt die Verzahnung zwischen geologischen und biologischen Prozessen am und im Meeresboden genauer unter die Lupe und untersucht, wie geologische Prozesse den Meeresboden verändern.

„Besondere Ausstellung“ / Kostenlose Führungen

MARUM-Wissenschaftler forschen weltweit in flachen Küstengewässern ebenso wie im tiefen Ozean. „Das ist eine ganz besondere Ausstellung, die ich schon seit Jahren im Weserpark haben wollte“, erklärte Centermanagerin Monika Mehrtens bei der Eröffnung.

Die täglichen Führungen (15 Uhr: „Tauchfahrt durch die Ozeane“, 16 Uhr: „Das Leben im Meer“, 18 Uhr: „Meeresgeologie/Tiefseeforschung“) sind kostenlos. Eine Anmeldung z ist nicht notwendig. Treffpunkt ist an der Kundeninformation im Weserpark.

Auch spezielle Gruppenführungen können kostenlos gebucht werden. Hierzu ist eine vorherige Anmeldung beim Centermanagement des Weserparks unter Telefon 409 07 10, E-Mail: weserpark@mec-cm.com notwendig.

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