Damit künftig keine Flüchtlinge mehr in Turnhallen untergebracht werden müssen, plant Delmenhorst die Errichtung von Modulbauten. Foto: Konczak Damit künftig keine Flüchtlinge mehr in Turnhallen untergebracht werden müssen, plant Delmenhorst die Errichtung von Modulbauten. Foto: Konczak
Flüchtlinge

Modulbauten sollen Turnhallenunterkünfte ersetzen

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Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen die als Flüchtlingsunterkunft genutzten Sporthallen Schillerstraße und Holbeinstraße wieder für den Sport zur Verfügung stehen. Etwas länger dauert es hingegen am Stubbenweg.

Im Gegensatz zu den Hallen an der Holbeinstraße und an der Schillerstraße wird die Halle am Stubbenweg noch von Flüchtlingen bewohnt. „Sie wird noch am intensivsten genutzt“, erklärte Petra Gerlach, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr, der Stadtverwaltung.

Die Rückgabe könne erst erfolgen, wenn der Umbau der Kaserne  West in Adelheide vollständig erfolgt sei. „März 2017“, nannte Andreas Tensfeldt, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement, als Ziel für die Fertigstellung des Kasernenumbaus.

Noch nicht endgültig festgelegt ist der Zeitpunkt für die Räumung der Bundeswehr-Sporthalle an der Weverstraße, die vor der Umwidmung ebenfalls von Vereinen genutzt worden ist. Der Nutzungsvertrag der Stadt endet Ende September.

Bundeswehrhalle müsste eigentlich geräumt werden

Laut Vereinbarung müsste die Stadt die Halle dann vollständig geräumt und betriebsbereit übergeben. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir die dortige Unterkunft noch bis 30. September benötigen“, erklärt Gerlach.

Folglich könne erst nach diesem Termin der Rückbau beginnen. Freigabetermin für den Sport wäre dann der 1. Dezember. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat die Standortverwaltung der Bundeswehr bereits signalisiert, dass sie mit einer solchen Lösung einverstanden wäre. Das müsse aber noch vertraglich abgesichert werden.

Auch wenn der Zustrom an Flüchtlingen in den vergangenen Monaten erheblich nachgelassen hat, so kommen doch weiterhin  neue Asylsuchende nach Delmenhorst. Um sie unterzubringen, will die Stadt künftig auf Modulbauten setzen.

Modulbauten bieten mehr Komfort als Container

Diese sind einfach zu errichten, bieten aber mehr Komfort als Wohncontainer. Außerdem können sie mit Küchen ausgestattet werden. „Im Endzustand sollen sich alle selber versorgen können“, erläuterte Tensfeldt.

Das wirkt sich auch positiv auf die Kosten aus. Laut Rudolf Mattern, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales, habe man allein aus Kostengründen ein großes Interesse, die Turnhallen so schnell wie möglich gegen dezentrale Unterkünfte zu tauschen. Die Verflegung sei dabei ein erheblicher Kostenfaktor. „Und wenn es mal Probleme gab, dann hatten sie meistens auch mit dem Essen zu tun“, fügte er hinzu.

Für die Modulbauten hat die Verwaltung insgesamt fünf mögliche Standorte ausgemacht. Der erste soll in Stickgras entstehen.

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