Dorian-Vasco Nagel (v. l.), Alexander Nortrup und Tom Tautz mit dem übergroßen Sammelschiffchen, das auf Deutschlandreise geht. Foto: DGzRS – Die Seenotretter Dorian-Vasco Nagel (v. l.), Alexander Nortrup und Tom Tautz mit dem übergroßen Sammelschiffchen, das auf Deutschlandreise geht. Foto: DGzRS – Die Seenotretter
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Seenotretter-Sammelschiffchen auf großer Reise

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Die Bremer Seenotretter sind seit über 150 Jahren an Deutschlands Küsten aktiv und helfen Menschen, die in Gefahr sind. Jetzt reisen drei Unterstützer mit einem überdimensionierten Sammelschiffchen durch die Republik.

In Bremen kennt jeder die Sammelschiffchen der Seenotretter. Nun haben drei Unterstützer der Seenotretter das Spendenschiffchen nachgebaut und zwar als 2,40 Meter große Version und touren damit von München bis Hamburg und von Essen bis Dresden.

Sie wollen auf die rein spendenfinanzierte Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aufmerksam machen. „Wir wollen die Botschaft der Seenotretter dorthin tragen, wo ihre Arbeit nicht so präsent ist. Alle Orte haben Symbolcharakter. Die Menschen werden mit ihnen auf den ersten Blick etwas verbinden“, sagt der Tom Tautz, einer der Organisatoren.

Seenotretter finanzieren sich nur über Spenden

Er ist bereits seit einigen Jahren im „Kielwasser“ der Seenotretter unterwegs und von ihrer Arbeit begeistert. Tautz wird von Alexander Nortrup und Kameramann Dorian-Vasco Nagel begleitet. „Wir wollen mit Menschen über Rettung ins Gespräch kommen und über konkrete Erfahrungen auf See, an Land und im Leben jedes einzelnen reden“, unterstreicht Nagel.

Das übergroße Sammelschiffchen ist drei Mal eine Woche unterwegs und hat eine eindeutige Botschaft: Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen, ohne Steuergelder zu beanspruchen. Deshalb sind sie auf Unterstützung breiter Bevölkerungskreise angewiesen.

Schon mehr als 82.000 Leben gerettet

Die drei möchten auf ihrer Tour aber auch auf Menschen treffen, die die aus ganz anderen Blickwinkeln einen Anknüpfungspunkt zur Arbeit der DGzRS haben. „Wir treffen engagierte Helfer, die selbst täglich mit großem Einsatz dort anpacken, wo sie gebraucht werden. Genau wie die Seenotretter, deren Werte – Freiheit, Gemeinschaft und Sicherheit – sie teilen“, erklärt Nortrup.

Seit mehr als 140 Jahren wirbt das Sammelschiffchen schon für die Arbeit der Seenotretter, die mit rund 60 Seenotkreuzern und -booten rund um die Uhr bereitstehen, um zwischen Borkum um Usedom Menschen in Not zu retten. Seit der Gründung 1865 haben sie mehr als 82.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

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