Neuzugang Lamine Sané (M.) in Aktion: Der Innenverteidiger dirigierte beim ersten Training in Herzlake bereits seine Mitspieler. Foto: Nordphoto Neuzugang Lamine Sané (M.) in Aktion: Der Innenverteidiger dirigierte beim ersten Training in Herzlake bereits seine Mitspieler. Foto: Nordphoto
3. Trainingslager

Wer schafft bei Werder den Sprung in die Startelf?

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Mit Pizarro und Kruse im Sturm? Wer darf in der neuen Innenverteidigung ran, wer im Mittelfeld? Im Trainingslager in Herzlake soll sich Werders Stammformation für den Saisonstart finden und einspielen.

Bei der ersten Einheit in Herzlake am Dienstag gab es gleich eine Überraschung auf dem Platz: Neuzugang Lamine Sané, nach einer Knie-OP eigentlich viel später zurück erwartet, kickte beim Trainingsspiel munter mit.

Der Senegalese wird sicher noch einige Zeit brauchen, um seine volle Leis­tungsstärke abrufen zu können, aber mittelfristig werden Trainer Viktor Skripnik alle vier neuen Innenverteidiger zur Verfügung stehen.

Kampf um den Platz neben Sané

Für den Coach gilt es in den kommenden Tagen, seine Stammformation zu finden, sie sich einspielen zu lassen, Automatismen zu entwickeln und und zu verfeinern. Dabei gibt es nicht nur in der Abwehr Baustellen.

Neben Sané, der ablösefrei von Girondins Bordeaux zu Werder kam und als Abwehrchef gesetzt sein dürfte, kämpfen noch Luca Caldirola (Rückkehr nach Leihe bei Darmstadt 98), Fallou Diagne (1,5 Millionen Euro, Stade Rennes) und Niklas Moisander (1,8 Millionen Euro, Sampdoria Genua) um den zweiten Platz in der  Innenverteidigung.

Alle drei haben bisher eine gute Vorbereitung absolviert und melden Ambitionen an. Derzeit hat der Finne Moisander die Nase vorne.

Systemumstellung?

Wer im Mittelfeld ran darf, wird auch davon abhängen, welches System gespielt wird. In der vergangenen Spielzeit lief Werder oft im 4-1-4-1 auf.

Nun wird über eine 4-4-2-Aufstellung nachgedacht. In erster Linie, um für Star-Neuzugang Max Kruse eine Position zu schaffen: Nämlich im Sturm neben Claudio Pizarro, wie bei der 2:4-Testspielniederlage am Sonntag gegen Chelsea FC.

Durch die Umstellung fällt eine Planstelle im Mittelfeld weg – dem Mannschaftsteil, in dem sowieso schon Konkurrenzkampf herrscht.

Kleinheisler vor Leihe

Der ist so groß, dass László Kleinheisler darüber nachdenkt, sich ausleihen zu lassen. Selbst für einen Gang in die zweite Liga in Deutschland wäre sich der ungarische EM-Held nicht zu schade.

Kein Wunder, ist doch gerade im zentralen Mittelfeld das Gedränge groß: Auf Florian Grillitsch hält Skripnik große Stücke. Kapitän Clemens Fritz wird sicher auch seine Einsatzminuten bekommen. Thanos Petsos und Philipp Bargfrede sind auch noch da.

Und da Zlatko Junuzovic seine Wechselabsichten begraben hat, wird auch weiter vorne kein Platz für Kleinheisler sein. Skripnik: „Es wird schwer für ihn.“ Besser sehen die Chancen für Florian Kainz und Sambou Yatabaré aus, die derzeit auf den Außenpositionen die Nase vorn haben.

Thy konnte überzeugen

Im Sturm spricht alles für die Luxus-Lösung Pizarro/Kruse. Allerdings wird der 37-jährige Peruaner seine Auszeiten nehmen müssen und sicher nicht alle 34 Saisonspiele bestreiten können.

Als erster Ersatz steht derzeit Lennart Thy bereit, der in den Testspielen einen guten Eindruck hinterließ und gegen Chelsea einen Treffer erzielte.

Aber auch Nachwuchsstürmer Johannes Eggestein machte schon positiv auf sich aufmerksam. Und sogar Aron Johannsson ist nach zehn Monaten Verletzungspause mit ins Trainingslager gefahren und hofft auf ein baldiges Comeback auf dem Platz.

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