Bianca Urban, Stadtbaurätin Delmenhorst Nach 100 Tagen im Amt als Stadtbaurätin in Delmenhorst zog Bianca Urban eine positive Bilanz. Foto: Konczak
100-Tage-Bilanz

Stadtbaurätin: „Delmenhorst hat viele Begabungen“

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Gut drei Monate nach ihrem Amtsantritt hat die neue Delmenhorster Stadtbaurätin Bianca Urban eine positive 100-Tage-Bilanz gezogen. "Ich freue mich jeden Tag in Delmenhorst zu sein", sagte die 53-Jährige.

„Delmenhorst ist in einer guten Phase“, konstatiert Bianca Urban. „Es baut sich viel Dynamik auf“, erklärt die Stadtbaurätin. Im Februar war sie einstimmig vom Rat gewählt worden. Im Mai hatte sie ihren Job angetreten.

Die Zeit seit dem Amtsantritt hat Urban nach eigenen Angaben insbesondere genutzt, um neben dem Tagesgeschäft Personen und Orte in der Stadt kennen zu lernen. Zwar sagt sie einerseits: „Das Bild ist noch nicht fertig.“ Andererseits betont sie immer wieder: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Und: „Delmenhorst hat viele Begabungen.“

Grundsätzlich bestätigte Urban vieles, was sie schon zu ihrem Amtsantritt als erste Einschätzung abgegeben hatte. Delmenhorst habe eine gute Lage und verfüge über eine gute Infrastruktur. Sie lobte die „Stadt der kurzen Wege“. „Das ist etwas, wo viele andere Städte dran arbeiten“, weiß sie.

Stadtbaurätin will an Grundlagen anknüpfen

Dass viele Entscheidungen von zentraler Bedeutung entschieden worden sind, bevor sie nach Delmenhorst wechselte, stört sie offenbar nicht. Ganz im Gegenteil. „Ich habe sofort festgestellt, dass es viele Konzepte gibt. Das sind Grundlagen, an die man anknüpfen kann“, erklärt sie.

Auch mit der Standortentscheidung des künftigen Krankenhauses ist sie einverstanden. Es habe gute Argumente für beide Standorte gegeben, letztlich hätten die Vorteile für die Innenstadt überwogen, meint sie.

Krankenhaus als Impulsgeber nutzen

Ohnehin blickt sie lieber voraus als zurück. Die Frage sei, wie man das neue Krankenhaus als Impulsgeber für die Stadt nutzen könne, so Urban. Die Chancen für Synergieeffekte seien da. Es gelte Rundläufe zu kreieren, etwa in Zusammenhang mit der Hertie-Immobilie. Das Umfeld des Krankenhauses sei zudem für weitere Ansiedlungen aus dem Gesundheitsbereich aber auch für Cafés interessant.

Nicht nur in Zusammenhang mit den Plänen für das Josef-Hospital signalisiert die Stadtbaurätin ihre Gesprächsbereitschaft. „Ich stehe für Dialog“, betont sie. Deshalb habe sie beispielsweise auch schon mit Vertretern der Bürgerinitiative gegen ein Parkhaus am Vorwerk telefoniert und auch mit Eva Sassen wegen der Anbindung des Krankenhauses.

Neben der Umsetzung und Begleitung bereits begonnener Projekte wird Bianca Urban in den kommen den Monaten insbesondere im Bereich Wohnungsbau die Gelegenheit haben, eigene Duftmarken zu setzen. „Es geht nicht nur um Neubau“, erklärt sie. Auch die Umwandlung von Büros in Wohnraum sei eine Möglichkeit.

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