westsporthalle Die marode Föhrenbrok-Halle wird schon seit drei Jahren nicht mehr beheizt.Foto: Barth
Marode Sporthallen

Der Sportverein in Grambke steht kurz vor dem Aus

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Der Sportverein Grambke Oslebshausen bangt um seine Existenz. Denn er hat keine Halle zur Verfügung. In Grambke ist sie marode, in der anderen mussten Flüchtlinge untergebracht werden. Nur die Stadt könnte noch helfen.

Fast 300 Mitglieder waren in den Saal der Sportgalerie gekommen, um über die Zukunft des Vereins zu diskutieren. Denn der ist unverschuldet in eine finanzielle Schieflage geraten, seitdem der finanziell gesunde Oslebshauser Sportverein 2010 mit dem strauchelnden Grambker Verein zum SVGO fusionierte.

Der Sportverein übernahm Altschulden aus Grambke

Dabei übernahm der neue Verein über 300.000 Euro Altschulden für die Föhrenbrok-Halle, die allerdings so marode ist, dass sie seit drei Jahren nicht mehr beheizt wird und schon längst nicht mehr über Warmwasser verfügt.

Zugleich entfiel, wegen der Unterbringung von Flüchtlingen, auch die Schulhalle an der Alwin-Lonke-Straße für den Vereinssport. Damit steht dem Verein in Grambke keine Halle mehr zur Verfügung und die Mitglieder laufen weg.

Der damalige Sportamtsleiter Dr. Ulrich Mix hatte dem Verein bei der Fusionsversammlung zwar noch die finanzielle Unterstützung des Sportamtes zugesagt, doch Gelder sind noch nicht geflossen. Der dringende Sanierungsbedarf der Föhrenbrok-Halle steht allerdings seit langem außer Frage.

Erschwerend kam dann noch hinzu, dass auch die Halle Alwin-Lonke-Straße nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft und der jetzt anstehenden Sanierung wohl auch nicht mehr vor Ende 2018 für den Vereinssport zur Verfügung steht, erläutert der SVGO-Präsident Heiko Strohmann.

Wegen der fehlenden Sporthalle gehen Vereinsmitglieder

Angesichts der fehlenden Sportmöglichkeiten verlassen vor allem in Grambke seit einigen Jahren immer mehr Sportler den Verein. Waren es bis vor vier Jahren waren noch 2.700 Mitglieder, sind es gegenwärtig nur noch 2.350, erläutert Holger Bussmann. Damit verschlechtert sich die finanzielle Situation des Vereins zusehends.

Der Vereinsvorstand fordert nun vehement ein, dass Stadt und Sportamt ihre Zusagen einhalten und den Verein bei der Hallensanierung unterstützen. Das könnte zum Beispiel in der Form sein, dass die Stadt die Altschulden in Höhe von um die 300.000 Euro übernimmt. Dann könnte der Verein die Sanierungskosten in Höhe von deutlich 400.000 Euro stemmen.

Sollte es bis zum Ende des Jahres zu keiner verbindlichen Lösung kommen, will der Vereinsvorstand zurücktreten. Die sportpolitische Sprecherin der SPD, Ingelore Rosenkötter, hat in der Sitzung aber zumindest angekündigt, dass bis zur Sitzung der Sportdeputation im Dezember „belastbare Fakten“ geschaffen werden sollen.

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