Werders Interimstrainer wird am Sonnabend gegen Wolfsburg wohl zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank der Profis sitzen. Foto: Nordphoto Werders Interimstrainer wird am Sonnabend gegen Wolfsburg wohl zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank der Profis sitzen. Foto: Nordphoto
Wolfsburg kommt

Zweites und wohl letztes Spiel für Nouri als Chef

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Das Debüt ging in die Hose. In seinem zweiten und wohl auch letztem Spiel als Cheftrainer will Alexander Nouri endlich die ersten Punkte der Saison für den SV Werder holen. Am Sonnabend ist der VfL Wolfsburg zu Gast.

Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Mainz mit zwei späten Gegentoren versprühte Alexander Nouri im Vorfeld des Heimspiels gegen den VfL Wolfsburg am Sonnabend (18.30 Uhr live bei Sky) schon wieder Optimismus – obwohl sein zweites wohl auch sein vorerst letztes Spiel als verantwortlicher Cheftrainer sein wird.

Die Suche nach einem neuen Coach läuft auf Hochtouren, wie Geschäftsführer Frank Baumann berichtete: „Wir arbeiten intensiv daran, die beste Lösung für Werder zu finden. Der Posten des Cheftrainers ist die wichtigste Position.“

Gerüchteküche brodelt

Namen wollte Baumann nicht kommentieren. Gerüchte um Kandidaten gibt es allerdings genug. Neben den „üblichen Verdächtigen“, derzeit vereinslosen Trainern wie André Breitenreiter und Markus Gisdol, wurde auch über Ex-Werder-Profi Andreas Herzog und Louis van Gaal, im Sommer beim englischen Rekordmeister Manchester United entlassen, spekuliert. Ein Engagement von van Gaal scheint aber genauso unwahrscheinlich wie die Rückkehr von Double-Trainer Thomas Schaaf, die auch ins Gespräch gebracht wurde.

So oder so, die Zeit von Interimscoach Alexander Nouri scheint mit dem Spiel gegen Wolfsburg abgelaufen. Nichtsdestotrotz geht er voller Elan in die Vorbereitung auf die Partie: „Ich freue mich darauf, freue mich, gleich mit dem Team arbeiten zu können. Ich genieße das total.“

Konditionsprobleme gegen Mainz

Der 37-Jährige will die positiven Ansätze aus dem Spiel gegen Mainz  mitnehmen und wenn möglich ausbauen. „Wir sind absolut optimistisch, aber auch realistisch. Wir wissen, dass wir gegen Wolfsburg eine Top-Haltung brauchen und alles aufbieten müssen.“

Und das am besten über 90 Minuten. Gegen Mainz machte die Mannschaft nach einer guten Stunde einen erschöpften Eindruck, hatte offensichtlich in der Schlussphase nichts mehr zuzusetzen. Ganz anders die Gäste aus Mainz, die auch in den letzten Minuten noch volles Tempo gehen konnten und zwei Treffer erzielten.

Personalsorgen in der Offensive

Nouri hat aber Vertrauen in die Kondition seiner Profis: „Wir sind topfit, haben richtig gute Werte.“ Seine Erklärung für den offensichtlichen Kräfteeinbruch: „Aufgrund der aktuelle Personalsituation können wir nicht aus dem Vollen schöpfen. Dem tragen wir Rechnung.“

Die Verletztenmisere wird sich auch bis zum Sonnabend nicht wirklich entspannen. Wenigstens konnte Santiago Garcia am Donnerstag erstmals in dieser Saison wieder mit der Mannschaft trainieren. Aber im Offensivbereich, wo Claudio Pizarro, Max Kruse (beide verletzt) und Aron Johannsson gleich drei wichtige Spieler ausfallen, ist die Situation weiter prekär.

Moisander beeindruckt von der Stimmung

Und so werden wohl auch gegen Wolfsburg Angreifer Ousman Manneh und Flügelspieler Izet Hajrovic, die Nouri am Mittwoch überraschend in die Startelf beordert hatte, von Anfang an spielen. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch“, so der Interimstrainer, „Ousman hat seine Sache sehr gut gemacht und Izet ist sehr inspiriert aufgetreten.“

Aufgrund fehlender Alternativen ist am Sonnabend sogar exakt die gleiche Anfangsformation wie gegen Mainz möglich. Also auch wieder mit Niklas Moisander in der Innenverteidigung. Der Finne machte am Mittwoch sein erstes Spiel im Weserstadion und war sichtlich beeindruckt: „Die Stimmung war imposant. Insbesondere nach dem Abpfiff, als wir mit Applaus verabschiedet wurden.“

Wenn es nach Moisander geht, gibt es gegen Wolfsburg wieder Applaus, allerdings für einen Sieg: „Die Niederlage gegen Mainz war sehr enttäuschend. Aber jetzt sind wir mit dem Kopf beim Spiel am Samstag.“

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