Die vorläufigen Ergebnisse der Wahlen im Landkreis liegen vor. Symbolfoto: WR Die vorläufigen Ergebnisse der Wahlen aus dem Landkreis liegen vor. Symbolfoto: WR
Kommunalwahlen

So sind die Wahlen im Landkreis Verden verlaufen

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Der Landkreis Verden hat gewählt. In Achim und Verden verlieren Sozialdemokraten und Grüne an Stimmen, die AfD zieht in den Kreistag ein. Herbe Verluste erlitt die SPD vor allem in Oyten, wo die AfD auf 10,5 Prozent kam.

Nach den vorläufigen Ergebnissen hat die SPD mit 35,3 Prozent zwar die meisten Stimmen für den Verdener Stadtrat erhalten, liegt damit jedoch nur 0,1 Prozentpunkte vor der CDU. Zudem haben die Sozialdemokraten gut acht Prozent im Vergleich zur Wahl von 2011 eingebüßt, während die Union sich marginal verbessern konnte. Beide Parteien erhalten demnach künftig je 13 Sitze.

Die Grünen (11,1 Prozent) kommen auf vier Sitze, die FDP (8,9 Prozent) auf drei, je einen Sitz konnten die Linke, Alfa (jeweils 3,7 Prozent) und die Piraten (zwei Prozent) ergattern. Eine Rot-Grüne Stimmen-Mehrheit ist in Verden damit ebenso wenig möglich wie künftig in Achim.

FDP kann in Achim deutlich zulegen

Auch dort war das Ergebnis knapp: Die SPD büßte rund vier Prozent ein und ist mit 33,7 Prozent stärkste Partei, gefolgt von den Christdemokraten, die mit 31,9 Prozent nur leichte Verluste erlitten. Mit 13,7 Prozent sind die Grünen auch in Achim die drittstärkste Partei – haben jedoch ebenfalls gut vier Prozentpunkte verloren.

Die FDP konnte mit 7,4 Prozent hingegen deutlich zulegen und liegt knapp vor der Wählergemeinschaft Achim (WGA) mit 6,7 Prozent. Die meisten Sitze erhält die SPD (13), es folgen die CDU (zwölf), die Grünen (fünf), die FDP und die WGA (je drei). Jeweils ein Sitz geht an die Linke und den parteilosen Kandidaten Wolfgang Mindermann. Eindeutige Mehrheitsverhältnisse gibt es somit nicht mehr.

SPD verliert rund zehn Prozent in Oyten – AfD auf 10,5 Prozent

In Oyten hat die SPD (37,6 Prozent) rund zehn Prozent Verlust eingefahren. Dafür zieht die AfD mit 10,5 Prozent in den Rat der Gemeinde. Die CDU erhielt 32,6, die Grünen 11,3 Prozent. Zwei Vertreter schickt auch die FDP in den Rat (5,1 Prozent), einen die Linke (2,9 Prozent).

Im Samtgemeinderat Thedinghausen gehen je zehn Sitze an CDU (34,8 Prozent) und SPD (34,4 Prozent). Fünf erhält die Grüne Liste (16,4 Prozent), zwei die Unabhängige Bürgerliste (UBL/ 5,3 Prozent). Jeweils einen Sitz erhalten die FDP, die Linke und der parteilose Heinz von Hollen.

CDU-Mehrheit in Kirchlinteln

Die SPD erhielt in Langwedel die meisten Stimmen (42,2 Prozent) – und somit elf der 26 Sitze im Gemeinderat. Es folgen die CDU mit acht Sitzen (31,6 Prozent), die Wählergemeinschaft WGL mit fünf Sitzen (20, 5 Prozent) und je einen Vertreter schicken die FDP (3,4 Prozent) und die Piraten (2,3 Prozent) in das Gremium.

In Kirchlinteln sind nur drei Parteien im Gemeinderat vertreten: Dabei hat die CDU eine klare Mehrheit der Stimmen erhalten und erhält 14 Sitze. Somit verfügt sie über mehr als SPD (sieben) und Grüne (drei) zusammen.

Erfolg für Freie Grüne Bürgerliste Ottersberg

Auch in Ottersberg ging die CDU als Wahlsieger hervor – mit 40,9 Prozent der Stimmen. Großer Gewinner ist dort auch die Freie Grüne Bürgerliste (FGBO), die mit 21,1 Prozent rund zehn Prozent zulegen konnte. Deutliche Verluste von jeweils mehr als sieben Prozent erlitten die SPD (19,5 Prozent) und die Grünen (12 Prozent). Die Linke kam auf 4,4 Prozent, die FDP auf 2,2.

In Dörverden erhielt die CDU 47,4 Prozent der Stimmen, die SPD 29,4. Im Gemeinderat vertreten sind zudem die Grünen (8,3 Prozent), die Wählergemeinschaft UWDuD (6,5 Prozent), Alfa (4,7 Prozent) und die Linke (3,7 Prozent).

AfD mit 9,2 Prozent im Kreistag

Bei der Wahl zum Kreistag ging die CDU mit einem Stimmenanteil von 35,4 Prozent als Sieger hervor und liegt marginal unter dem Wert von 2011. Fast sechs Prozentpunkte verlor hingegen die SPD (31,3 Prozent), leichte Verluste erlitten auch die Grünen (14,4 Prozent). Neuerdings im Kreistag vertreten ist die AfD, die auf Anhieb 9,2 Prozent erreicht hat.

18 Sitze gehen somit an die Union, 16 an die Sozialdemokraten. Die Grünen erhalten sieben Sitze, die AfD fünf, jeweils zwei gehen zudem an die Linke und die FDP. Die Wahlbeteiligung lag mit 56,6 Prozent bei der Kreistagswahl etwas höher als vor fünf Jahren.

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