Wie hier am Klinikum Mitte könnten künftig Kitas auch in Containern untergebracht werden. Foto: Schlie Wie hier am Klinikum Mitte könnten künftig Kitas auch in Containern untergebracht werden. Foto: Schlie
Ausbauplanung

Behörde will Kitas in Flüchtlingsunterkünften

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55 neue Kitas will die Kinder- und Bildungssenatorin bis 2020 neu bauen. Auch ehemalige Flüchtlingsunterkünfte zieht sie in Betracht. Doch die Planungen sind schwierig. Ein Problem: Kita Bremen findet kaum Erzieher.

Es sind ambitionierte und dringend notwendige Ziele, die sich Kinder- und Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan (SPD) für den Kitaausbau gesetzt hat. 55 neue Kitas sollen bis 2020 in Bremen entstehen, 900 Plätze bis zum Jahresende geschaffen werden. Damit das gelingt, prüft die Behörde derzeit auch, ob ehemalige Flüchtlingsunterkünfte für neue Kindertagesstätten in Frage kommen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU hervor.

„Es gab das Angebot der Sozialbehörde, die  Flüchtlings-Container zu übernehmen“, bestätigt Sprecherin Annette Kemp. Es handele sich dabei jedoch um Sommercontainer, deren Dämmung nicht dick genug für eine dauerhafte Kinderbetreuung sei. „Wir prüfen jetzt, welche der Flächen aus der Flüchtlingsunterbringung, wir nutzen können“, so Kemp.

Die Behörde könne jedoch die Standorte nicht einfach komplett übernehmen, auch wenn etwa Wasseranschlüsse vorhanden wären, würde die Umrüstung von Containern oder gar Zelten zu teuer, erklärt die Sprecherin.

Container müssen Ansprüche erfüllen

Die Sozialbehörde sagt, ihr Angebot stehe nach wie vor. „Alles wo eine Umwandelbarkeit möglich ist, könnte genutzt werden“, so Sprecher David Lukaßen.  Ganz so einfach ist das  für Kemp hingegen nicht: „Wenn wir Container nutzen, müssten die dorthin, wo der Bedarf besonders groß ist“, erklärt Kemp.

Eine Überlegung der Behörde: An bereits bestehende Kitas sollen winterfeste Container angebaut werden oder komplette Kitas aus Mobilbauten errichtet werden. „Dafür müssen wir die Container jedoch neu ausschreiben und die Träger müssen mitmachen“, so Kemp.

Kita Bremen hat nicht genug Erzieher

Der kommunale Betreiber, Kita Bremen braucht vor allem mehr Erzieher, wenn ihre Einrichtungen mit Containern aufgestockt werden sollen. „Wir sind im Moment auf der Suche nach Personal, das ist aber schwierig“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Petra Zschytzsch.

Erzieher seien gerade heiß begehrt, deswegen bewerben sich wenige. Und es gibt noch ein Dilemma: „Die Zahl der Stellenausschreibungen ist abhängig von der Zahl der Gruppen“, sagt Zschytzsch. Ohne genügend Erzieher könnte Kita Bremen die neu entstehenden Kindergärten nicht betreiben.

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