Wirt Rainer Sheikh unterhält im „Herman‘ Post“ die Gäste mit flotten Sprüchen und leckerem Essen – wie dem Rinderbraten mit Rotkohl. Foto: Schlie Wirt Rainer Sheikh unterhält im „Herman‘ Post“ die Gäste mit flotten Sprüchen und leckerem Essen – wie dem Rinderbraten mit Rotkohl. Foto: Schlie
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„Herman‘ Post“ – viel besser geht es nicht

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Das „Herman‘ Post“ an der Oberneulander Landstraße 165 bietet von Dienstag bis Freitag zwischen 11.30 und 14.30 Uhr Mittagstisch an. Informationen und Reservierungen unter 25 17 37 und www.hermanpost.de

Ambiente Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze grau 2

Das „Herman‘ Post“ ist ein Klassiker in Oberneuland. Das große Restaurant bietet in mehreren Räumen Platz  für insgesamt 120 Gäste. Die Einrichtung ist gediegen und gemütlich. Man sitzt auf bequemen Stühlen an blitzsauber eingedeckten Tischen. Im Sommer lockt der Biergarten vor dem Lokal mit 60 weiteren Plätzen. Die schlichten Toiletten waren bei unserem Besuch sauber. Das „Herman‘ Post“ ist nicht barrierefrei.

Essen Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2

„Gutbürgerlich“ nennt man wohl die Küche, die dort angeboten wird. Gerichte, die es bei Oma und Mutti gab und gibt. Die Philosophie des Lokals basiert auf der Verwendung von regionalen Produkten, die, laut Homepage, „von ihrer Ernte bis zur Verarbeitung in der Küche einen möglichst kurzen Weg absolvieren.“ Von der wöchentlich wechselnden Mittagskarte bestellte meine Begleitung den Rinderbraten mit Rotkohl und Petersilienkartoffeln. Ich orderte das Fischragout – verschiedene Fischfilets in Hummersoße mit Butterkartoffeln. Beide Gerichte kosteten 9,90 Euro. Vorweg gab es frisches Graubrot mit einem cremigen Sahnedip, der mit Knoblauch und verschiedenen Pfeffersorten gewürzt war – ein guter Start.

Nach einer guten Viertelstunde  wurden die Hauptgerichte serviert. Kartoffeln und Rotkohl kamen in separaten Schalen. Fleisch und Fisch schwammen jeweils in großzügigen Soßenportionen auf den Tellern. Optisch schon mal sehr ansehnlich – und es schmeckte auch noch vorzüglich. Fangen wir mit dem Braten an: Meine Begleitung hatte drei große Scheiben des butterzarten, leicht mürben Fleischs, das wortwörtlich auf der Zunge zerging. Die dunkle Bratensoße strotzte vor Geschmack und hatte eine perfekte Konsistenz. Der hausgemachte Rotkohl schmeckte ebenfalls äußerst lecker, mit dem richtigen Biss, einer dezenten Süße und schön glänzend. Gleiches galt für die goldgelben Kartoffeln, die von bester Qualität waren. Auch mein Essen konnte voll überzeugen. Der saftige Fisch (Lachs und Seelachs) war mundgerecht gewürfelt. In der sämigen Soße, die eine feine Hummernote hatte, tummelten sich außerdem noch halbe Cherrytomaten und Lauchzwiebeln. Alles in allem waren wir äußerst zufrieden: Hervorragende Zutaten, die mit Liebe und Sorgfalt zubereitet worden waren.

Service Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2

„Herman‘ Post“ ist beliebt. Wir kamen um 13 Uhr, da war das Lokal schon gut besetzt. Trotzdem wurden wir sehr flink und dazu auch noch sehr freundlich bedient. Zeit für einen kleinen Schnack und ein paar flotte Sprüche gab es auch noch.

Preise Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze grau 2

Bei dem Wareneinsatz ist der Preis für den Mittagstisch absolut gerechtfertigt. Die Getränkepreise liegen im branchenüblichen Rahmen. Eine kleine Flasche Wasser (0,25l) kostet 2,20 Euro, ein Bier vom Fass (0,3l) 2,80 Euro. Wein (0,2l) gibt es ab 5,40 Euro.

Fazit

Der beste Mittagstisch seit einiger Zeit.

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