Emiko Sugiyama kocht im „ZeN“: Hier hat sie zwei „Donburis“ – ein Klassiker der japanischen Küche. Foto: Schlie Emiko Sugiyama kocht im „ZeN“: Hier hat sie zwei „Donburis“ – ein Klassiker der japanischen Küche. Foto: Schlie
Gastrotest

Die Beilagen schmeckten den Testern am besten

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Das japanische Restaurant "ZeN" in der alten Wache 6 bietet mal andere japanische Speisen als nur Sushi an. Manches davon ist lecker und interessant, richtig überzeugt war unser Gastroexperte aber leider nicht.

Ambiente  Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz-grauKochmuetze grau 2

Die alte Wache 6 hat sich mittlerweile zu einer echten Gastromeile gemausert. Eins der Restaurants, die dort residieren, ist das „ZeN“. Ein verhätlnsmäßig kleines Lokal –im Gastraum finden nicht mehr als zehn Leute Platz. Es gibt aber zusätzliche Tische im Außenbereich. Und freitags und samstags können die Gäste ab 18 Uhr auch im Baumhaus in der Mitte des Forums essen. Das „ZeN“ ist dezent und geschmackvoll eingerichtet. Kunden können die Gemeinschaftstoiletten der Wache im Keller benutzen.

Essen Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz-grauKochmuetze grau 2

Die meisten Europäer verbinden mit japanischer Küche in erster Linie Sushi. Es gibt im Land der aufgehenden Sonne allerdings noch andere kulinarische Klassiker, auch vegane und vegetarische – die werden im „ZeN“ serviert. Natürlich steht Reis im Mittelpunkt. Das Tagesmenü für 8 Euro, das ich orderte, besteht aus einer Misosuppe, Reis mit Bohnen und Steckrüben und zwei Beilagen – ich wählte Fenchel- und Kürbissalat. Die Suppe war für meinen Geschmack etwas zu fad und wässrig. Auch die kleine Portion Reis mit sehr wenigen kleinen Gemüsestücken und etwas Sesam konnte mich nicht überzeugen. Besser schmeckte mir der zarte Fenchel in einer leicht sauren Marinade. Und richtig gut war der mit Chilli und dezenter Süße angemachte Salat aus Steckrübe und Kürbis  – lecker.

Meine Begleitung hatte sich für das „Curry à la ZeN“ (8,50 Euro) entschieden. Für sie war die Portion ausreichend, ich wäre nicht satt geworden. Geschmacklich gab es an dem Gericht nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die goldgelbe, sämige Soße war voller wunderbaren Aromen, das Gemüse (von dem es etwas mehr hätte sein dürfen) war knackig, frische Kräuter verliehen dem Ganzen den letzten Pfiff.

Service Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze grau 2

Im „ZeN“ wird am Tresen bestellt, dafür gibt es eine Mütze Abzug. Ansonsten wurden wir sehr freundlich und auch schnell bedient.

Preise Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze-schwarz2Kochmuetze grau 2Kochmuetze grau 2

Die Preise für den Mittagstisch sind durchaus ambitioniert – gerade im Vergleich zu Restaurants die vergleichbares mit höherem Wareneinsatz anbieten. Die Getränke sind dagegen günstig, zumindest die alkoholfreien. Eine kleine Flasche (0,33l) kostet 2 Euro, eine große (0,75l) 3,20 Euro. Eine Flasche Kirin Ichiban (japanisches Bier, 0,33l) gibt es für 3 Euro. Für ein Glas Wein (0,2l) werden 6,50 Euro fällig.

Fazit

Authentisch ist die Kost auf jeden Fall. Nicht alles ist lecker.

Das „ZeN“ in der Wache 6 (Am Wall 201) bietet wochentags zwischen 12 und 15 Uhr Mittagstisch an. Weitere Informationen und Reservierungen gibt es unter 16 16 56 81 und online unter www.wache6.de/zen

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Eine Antwort

  1. 26. Oktober 2016

    […] Die Beilagen schmeckten den Testern am besten – WeserReport.de […]

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