Wieder mal ein Top Heringsangeln im Oeresund !

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Heringsangeln am 8. Oktober 2016
Wieder beste Fänge im Öresund

Das traditionelle Heringsangeln mit Fanggarantie der Verdener Aller-Weser-Hochseeangler klappte wieder hervorragend. Kein Angler hätte nach dem Angeln Grund gehabt, sich zu beschweren. Jeder konnte so viele Fische fangen, wie er verwerten wollte. Die am weitesten angereisten Gäste kamen aus Potsdam und Peine,die in Verden zustiegen.

Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus. Im Hafen von Rungstedt in Dänemark angekommen, befürchteten die Angler schon das Schlimmste, nämlich, dass die Angeltour ins Wasser fallen würde. Denn ein starker Wind aus Nordost drückte eine enorme Welle direkt auf die Hafenausfahrt. Aber der Skippper des Angelkutters MS Hanne-Berit kam damit zurecht. Nach einstündiger Ausfahrt in den Öresund konnten die Angeln ausgeworfen werden. Der Sund ist an dieser Stelle recht tief, etwa 36 Meter, und die Heringe standen ziemlich weit unten. Auf dem Weg nach oben gingen deshalb viele Fische wieder verloren. Bei einer Drift des Kutters von 0,6 bis 1,0 Knoten und Wellen bis knapp einen Meter, wodurch der Angelkutter ganz schön in Schlingern kam, war das Angeln schon recht mühsam. Als der Wind dann doch etwas zu stark wurde, bei Stärke 4-5 und in Böen Stärke 6 zunehmend, fuhr der Skipper in den Windschatten der schwedischen Insel Ven. Schnelles Angeln empfahl er, denn eine Schlechtwetterfront hatte sich angekündigt. Hier war es merklich ruhiger aber das Wasser noch tiefer, bis 45 Meter. Jetzt lief es richtig gut. Neben den Heringen, von denen jetzt auch immer mehr große Exemplare gefangen wurden, bissen auch einige Dorsche und sogar noch eine späte Makrelen auf die kleinen Heringshaken. Erfahrungsgemäß stehen die Dorsche unter den Heringsschwärmen und nehmen auch gern mal einen Hering, der schon am Haken hängt und deshalb nicht wegschwimmen kann.

Für die Aller-Weser-Hochseeangler und ihre Gäste gab es richtig Arbeit. Die handelsüblichen Heringsvorfächer weisen jeweils fünf Haken auf, und wenn die alle besetzt sind, dann auch noch auf dem Pilker ein Hering sitzt, gibt es ganz schön Widerstand beim Hochholen. Tannenbäume nennen es die Angler, wenn auf dem Paternostervorfach viele Fische hängen. Auf dem langen Weg nach oben blieben zwar nicht alle Fische am Haken, aber es waren doch genug übrig, die über die Reling kamen. Viele Teilnehmer hatten am Ende der Angelzeit über 200 Fische im Korb und bekamen dann auf der Rückfahrt natürlich noch einmal viel zu tun, um alle küchenfertig zu machen. Sportwart Florian Schmidt zählte auf der Rückfahrt insgesamt 6670 Heringe. Bei 33 Teilnehmern ergab das ein sehr gutes Durchschnittsergebnis, wobei die aktivsten Einzelangler es auf jeweils ca. 400 Fische brachten. Die vom Skipper angekündigte Verschlechterung des Wetters trat nicht ein, Vormittags ließ sich sogar die Sonne blicken, und auch der Wind nahm dann nicht weiter zu. Nachmittags war es dann bedeckter,
Ehrungen gab es für erfolgreichsten Dorschfänger. Das waren Günther Pietzsch aus Thedinghausen bei den Vereinsmitgliedern und Walter Zöhrer aus Weyhe bei den Gästen.

Auf der späteren Rückfahrt im Bus war dann allgemein Schlafen angesagt, mit Unterbrechung auf der Fähre von Rödby nach Puttgarden. Es war ein langer Tag gewesen. Nach der Abfahrt in Verden um 23,30 Uhr und Schiffstour von morgens 7 bis 17 Uhr mit allem was dazu gehörte, waren die Angler rechtschaffen müde. Samstag Nacht um 23.00 Uhr war man wieder in Verden.

Die nächste Angelfahrt des AWH, das ist die letzte in diesem Jahr, findet am 5. November 2016 statt. Diesmal wird von Eckernförde aus auf Dorsch, Wittling und Plattfisch geangelt. Anmeldung und Information bei Florian Schmidt Tel.0174/2559202 oder über das Internet www.aller-weser-hochseeangler.de

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