Ganz schön bunt: Smarte TV's in einem Bremer Fachmarkt. Foto: Schlie
Digitalisierung

Bremer schauen besonders viel Video-on-Demand

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Die Landesmedienanstalt hat den Stand der Digitalisierung untersucht. In Bremen nutzen 43,9 Prozent Video-on-Demand, das ist weit über Durchschnitt. Gleichzeitig rückt die Umstellung des digitalen Antennen-TV's näher.

28 Prozent aller Haushalte mit einem Fernseher im Land Bremen verfügen über ein Smart TV-Gerät. Damit seien sie „gut für die bevorstehende Digitalisierung gewappnet“, berichtet die Landesmedienanstalt. Auch die Nutzung von Video-on-Demand Angeboten sei hierzulande überdurchschnittlich hoch.

So nutzen bereits 43,9 Prozent aller Bremer mindestens einmal im Monat Videoportale und/oder Mediatheken im Netz. Besonders eifrig seien dabei die 14- bis 39-Jährigen. Von schauen bereits 86,8 Prozent Video-on-Demand.

Bundesweit sind es nur 32,8 Prozent (von allen Zuschauern) beziehungsweise 65,9 Prozent in der Altersgruppe der 14-39 Jährigen. Die Daten stammen aus einer „Sonderauswertung des Digitalisierungsberichts“ der Medienanstalten für das Land Bremen. Es geht darum, bessere Aussagen für die Zukunft der Digitalisierung für Bremen treffen zu können.

In sechs Monaten wird DVB-T umgestellt

Bundesweit an der Spitze steht Bremen auch bei der Verbreitung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Während deutschlandweit nur neun Prozent der TV-Haushalte über die Antenne empfangen, sind es in Bremen nach der Untersuchung ganze 21,7 Prozent.

Das bedeutet allerdings auch, dass etwa 730.000 Haushalte von der bevorstehenden Umstellung auf DVB-T2 HD betroffen sein werden. Der Umstieg auf die hochauflösende Variante des Antennenfernsehens findet am 29. März 2017 statt.

Private Sender nur noch gegen Gebühr

Die Umstellung ist nicht unumstritten: Einerseits kommt über die Antenne künftig das Fernsehen in hochauflösender Qualität. Andererseits aber können die bisherigen Empfänger nicht mehr genutzt werden. Tausende Bremer müssen wohl oder übel ihre alten Geräte entsorgen und neue Empfänger kaufen.

Zweite Konsequenz: Das Programm der Privaten wird noch gegen eine Extra-Gebühr über Antenne empfangbar sein, das Vorhaben des trägt ironischerweise den Namen „freenet TV“.

Spätestens bis zum 29. März 2017 muss ein neues Empfangsgerät angeschafft werden, wie die Medienanstalt betont. Denn dann endet die Verbreitung von DVB-T. Ab sofort informieren Laufbänder in den DVB-T-Programmen über den Umstieg. Der Empfangscheck unter DVB-T2HD.de  zeigt nach Eingabe der Postleitzahl die Versorgung auf einer Karte.

Neue Empfänger werden verkauft

„Geeignete Empfangsgeräte für DVB-T2 HD tragen als Orientierungshilfe das grüne DVB-T2 HD-Logo und sind bereits in großer Auswahl im Handel erhältlich“, teilt die Medienanstalt mit. Die alten Antennen können aber in der Regel weiterverwendet werden.

Derzeit läuft der Probebetrieb von DVBT-2 HD. Es sind in Bremen bereits sechs HD-Programme mit geeigneten Geräten empfangbar, wie die Medienanstalt berichtet. Immerhin: Die öffentlich-rechtlichen Programme bleiben unverschlüsselt empfangbar.

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