Die monolithische Grundform des „Generation EQ“ verbindet SUV-Gene mit einem dynamischen Coupé-Charakter und Shooting-Brake-Anleihen am Heck. Foto: Mercedes Die monolithische Grundform des „Generation EQ“ soll "SUV-Gene mit dynamischen Coupé-Charakter" verbinden. Foto: Mercedes
Produktionsstandort

Mercedes wird Elektroautos in Bremen herstellen

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Ein großer Wurf für Bremen: Der Autobauer Mercedes will künftig Elektroautos in Bremen produzieren. Das gab der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche bekannt. Die Politik schwärmt schon von einer "historischen Dimension".

Mercedes Benz will den Standort Bremen weiter stärken und künftig Elektroautos in der Hansestadt bauen. Dazu gehört der futuristisch anmutende SUV der Marke EQ. Das hat der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, am Donnerstag auf einer Konferenz der Jacobs University Bremen bekannt gegeben.

Im Mercedes-Werk in Bremen wurden im vergangenen Jahr über 360.000 Autos hergestellt, der Standort gilt als führend bei der Produktion der C-Klasse und den GLC.

Das Bremer Werk liefere Mercedes eine hohe Flexibilität und biete die Möglichkeit der Qualitätssicherung, sagte Zetscher auf der Konferenz. Mercedes-Benz Cars plant, bis 2025 mehr als zehn voll elektrische Fahrzeuge auf dem Markt zu haben, wie etwa Focus online berichtet.

Die Reaktionen aus Bremen auf diese Nachricht sind begeistert:  „Diese zukunftsweisende Entscheidung von Daimler schafft erneut Chancen für Arbeitsplätze und Wachstum in Bremen und für den ganzen Nordwesten“, sagt Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Die Entscheidung sei zudem ein großes Kompliment für den Wirtschaftsstandort Bremen und sorge dafür, dass Bremen beim digitalen Epochenwandel vorne mit dabei sei.

Wirtschaftssenator begrüßt Mercedes-Entscheidung

Noch ist das eine Studie: Der Elektro EQ von oben. Foto: Mercedes

Noch ist das eine Studie: Der Elektro EQ von oben. Foto: Mercedes

Auch Wirtschaftssenator Martin Günthner (SDP) begrüßt die Entscheidung von Mercedes: „Diese Entscheidung bedeutet, dass Bremen bei der Entwicklung des Autos der Zukunft eine Spitzenposition einnimmt. Insofern hat dies für den Industriestandort Bremen eine durchaus historisch zu nennende Dimension“, so Günthner.

Zudem zeige die Entscheidung, wie wichtig es sei, die Entwicklung eines Unternehmens wie Mercedes-Benz über Jahrzehnte kontinuierlich zu begleiten. „Mit den Entscheidungen zur Weiterentwicklung des Gewerbegebietes Hansalinie haben wir gerade in der jüngeren Vergangenheit wesentliche Voraussetzungen für eine optimale Infrastruktur getroffen“, so Günthner.

Die Entscheidung von Mercedes ist bereits die zweite gute Nachricht aus der Automobilbranche in dieser Woche. Bereits am Mittwoch hatte die Borgward AG angekündigt, an ihrem neuen Produktionsstandort in Bremen Elektrofahrzeuge zu produzieren.

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