Der Verein Zucker will das Markante Gebäude erwerben. Foto. Schlie Der Verein Zucker will das Markante Gebäude erwerben. Foto. Schlie
Crowdfunding

Neues Kulturzentrum soll im Hochbunker entstehen

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Ein gemeinnütziger Verein von Musikern, Kunst- und Kulturschaffenden will das markante Gebäude am Tor zur Überseestadt erwerben. Die Finanzierung soll teilweise über Crowdfunding erfolgen. Und das läuft gut an.

2003 haben sich die Kreativen zwischen  20 und 30 Jahren als Verein organisiert und legten damit den Grundstein für die Entstehung des „Zucker Club“ im Jahr 2007.

Um diese Location an der Friedrich-Rauers-Straße, die in der Szene vor allem für seinen guten Mix aus technicher Musik bekannt war, wuchs das Netzwerk aus Kunst- und Kulturprojekten stetig.

Rund 200 Personen gehören zum Netzwerk, 50 zum Verein

„Inzwischen gehören rund 200 Personen dazu“, sagt Akifa Taxim, der mit 31-Jahren einer der ältesten im Team ist.

Und dieses hat jetzt buchstäblich große Pläne:  Nach der Schließung des Zucker Clubs hatte man sich mit Nachdruck auf Raumsuche begeben, für ein neues, eigenes, selbstorganisiertes soziokulturelles Zentrum in Bremen.

Seit Ende 2015 ist mit dem Bunker in der Hans-Böckler-Straße (Überseestadt) eine vielversprechende Immobilie in Aussicht. „Darin ließen sich wunderbar Veranstaltungsräume erschließen.

Fünf von acht Stockwerken wären nutzbar

Der Bau mit seinen zwei Meter dicken Wänden hat acht Stockwerke, fünf davon könnten wir nutzen – für einen Clubbetrieb, Theater, Filmproduktionen, Tanzgruppen und ähnliches“, so Taxim.

Ein paar künstlerische Ateliers könne man vor Ort eventuell auch einrichten, diese würden aber, wie bisher überwiegend am Güterbahnhof bleiben.

700.000 Euro soll der Bunker kosten – ein Teil mithilfe einer Crowdfunding-Aktion zusammen kommen. Denn einen finanziellen Grundstock können die Mitglieder von „Zucker“ bereits vorweisen.

Verein rechnen mit Umsatz von 300.000 Euro jährlich

100.000 Euro haben sie bei einem Kreativwettbewerb gewonnen, von der GLS-Bank haben sie die Zusage über einen Kredit in Höhe von 500.000 Euro, da man mit einem Umsatz von 300.000 Euro jährlich rechnet.

Weitere 50.000 Euro sollen Stiftungen und andere Sponsoren aufbringen, sodass ein Funding-Ziel mit 50.000 Euro im Raum steht. Gestern Mittag hatten potenzielle Förderer rund die Hälfte davon bereits „eingespielt“.

Bis 15. Januar 2017 muss der Betrag zusammen sein. Alle Informationen zum Crowdfunding unter www.startnext.com/zuckerbremen

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