Marina Kunst, der König (M.) und Daniel Schröter. Foto: pv Marina Kunst, der König (M.) und Daniel Schröter. Foto: pv
Hoher Besuch

Wie Bremen für einen Tag zum Königreich wurde

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Im Schnoor is(s)t der Kunde König – meist im sprichwörtlichen Sinn, ab und an auch buchstäblich. So speiste jüngst eine echte Majestät mit Familie im historischen Herzen der Stadt.

Passanten staunten nicht schlecht als Céphas Kosi Bansah, König von Hohoe Gbi Traditional Ghana, am Samstagabend in majestätischem Gewand und mit „Gefolge“ durch den Schnoor schlenderte.

„Die einen mögen gedacht haben, es handele sich um jemanden in Verkleidung. Andere haben sofort gemerkt, dass bei ihm tatsächlich alles Gold ist, was glänzt und haben zaghaft gefragt, ob sie ein Foto mit ihm machen dürften“, berichtet Marina Kunst.

Betten für die Königsfamilie

Der Inhaberin des Bettenstudios Kunst war das Gastspiel des Regenten in Bremen zu verdanken. Denn dieser hatte zuvor in dem Delmenhorster Geschäft neue, goldene Schlafstätten bestellt.

Prominenter oder gar adeliger Besuch ist dort zwar kein Alltagsgeschäft, kommt aber häufiger mal vor. Zum Kundenkreis gehören unter anderem Dieter Bohlen und viele Werderaner. Jeder wird behandelt wie König Kunde, jüngst war es aber erstmals ein echter.

Daniel Schröter aus dem Schnoor bekochte den Regenten

Und diesen führte die Geschäftsfrau abends ins Restaurant Schröter‘s aus, wo Inhaber Daniel Schröter dessen Familie Rücken vom Duroc-Schwein kredenzte. Auch für den Restaurant-Chef war so hoher Besuch eine Premiere. Der 68-Jährige sei aber sehr umgänglich gewesen, berichtet er.

So haben zuvor auch die Werderaner König Bansah erlebt. Denn Marina Kunst hatte einen Besuch in der VIP-Loge des Weserstadions arrangiert. „Der 14-jähirge Enkel, der gemeinsam mit dem König, dessen Frau Gabrielle und sowie den Kindern, Carlo und Katharina bei uns zu Gast war, ist nämlich ein riesiger Werder-Fan“, berichtet die Unternehmerin.

Am „Hofe“ ist man jetzt Werder-Fan

Mittlerweile seien das alle „am Hofe“, denn nach dem Fußballspiel kamen Gnabry, Bargfrede und Garcia in die Logen, um die Adeligen per Handschlag zu begrüßen.

Marina Kunst ihrerseits ist voll Bewunderung für diese. „Es ist schon beeindruckend, was der König für sein Land tut. Unter anderem ließ er Schulen und ein Frauengefängnis bauen“, so die 36-Jährige. Letztgenanntes klingt wenig menschenfreundlich, ist aber das genaue Gegenteil.

König regiert von Ludwigshafen aus

„Üblicherweise sind sonst Kriminelle beider Geschlechter zusammen in einem Raum eingesperrt. Man kann sich vorstellen, was da nachts passiert. Oft überleben das die Frauen nicht“, so Marina Kunst.

Sie hat übrigens nicht nur schöne Erinnerungen an den Besuch des Regenten, der sein Land, von Ludwigshafen aus regiert, sondern zudem bald etwas Bleibendes: Per Urkunde wird ihr bestätigt, dass Bettenstudio Kunst königlicher Hoflieferant ist.

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