Vor allem die BMX-Anlage auf dem Oeversberg ließe sicht nicht einfach verlegen. Foto: av In den Starthügel auf dem BMX-Gelände könnte eine Umkleide errichtet werden. Foto/WR
Grohn

Neue Lösug für Vereine auf dem Oeversberg in Sicht?

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Die Sportdeputation hat sich jüngst mit dem Oeversberg befasst. Inzwischen wird geprüft, ob der Jacobs University (JUB) eine Ausgleichsfläche angeboten werden kann. So könnten die Vereine bleiben.

Die Sportvereine in Grohn könnten laut Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) ihre Flächen am Oeversberg so lange nutzen, bis eine gute Lösung für den Flächenbedarf der JUB gefunden sei. „Der Runde Tisch ist in sehr guten Gesprächen, und es ist zu erkennen, dass alle Seiten ein Verständnis für die Bedarfe der anderen entwickelt haben“, so die Senatorin weiter.

Das bestätigten auch Vertreter der betroffenen Vereine. An den Gesprächen  betei­ligt seien JUB, Sportamt, Vereine, Sportverbände, Wirtschaftsbehörde, Bauamt Bremen-Nord, und der zuständige Beirat Vegesack.

JUB will Wohnungen bauen

Ab dem 1. Januar 2019 hat die JUB einen Anspruch auf die erste Teilfläche auf dem Oeversberg. Dort wolle man nach eigenem Bekunden zunächst Wohnungen für Studenten bauen. Laut Stahmann halte die Universität jedoch nicht an der exakten Erfüllung des Vertrags im Wortlaut fest und komme den Vereinen entgegen. 

In dem Vertrag hatte die Wirtschaftsbehörde der JUB im Jahr 2010 die Flächen zugesichert. Der Ostteil sollte ab 2019 zur Verfügung stehen, der Westteil sechs Jahre später. Was den Westteil betreffe, sei die JUB aber auch zu einem Tausch mit einer gleichwertigen alternativen Fläche bereit.

Flächen werden noch geprüft

„Es gibt Flächen die geprüft werden, eine Entscheidung gibt es allerdings noch nicht“, sagte Ressortsprecher Bernd Schneider. Eine Alternative solle möglichst im ersten Halbjahr 2017 gefunden sein. „Sportstätten werden ungerne verlegt. Eine Alternative für die Universität zu finden ist sicherlich einfacher“, so Schneider weiter.

„In dem ganzen Prozess muss aber auch ein fairer Umgang mit der Jacobs University gewährleis­tet sein“, so Schneider.
Auf dem Westteil der Sportanlage könnten in der Folge die Sportanlagen verdichtet werden. Dazu gehört etwa die Idee, in den Starthügel auf dem BMX-Gelände ein Umkleide-Gebäude zu integrieren.

Auch ein Kunstrasenplatz war im Gespräch, dessen höhere Nutzungsdichte Reduzierung der Fußballplätze von drei auf zwei ermöglichen könnte. Parallel zu diesem Prozess seien bereits mehrere alternative Flächen für die Vereine kursorisch geprüft worden, unter anderem Im Kifkenbruch, wo 6,6 Hektar als Sportfläche ausgewiesen sind. Diese für die Vereine herzurichten sei jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden. (rf)

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