2.400 Kisten Becks-Bier landeten in der Böschung - nur einer von vielen skurrilen Polizeieinsätzen im vergangenen Jahr. Foto: Polizei Bremen 2.400 Kisten Becks-Bier landeten in der Böschung - nur einer von vielen skurrilen Polizeieinsätzen im vergangenen Jahr. Foto: Polizei Bremen
Rückblick

Die skurrilsten Einsätze der Bremer Polizei

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Mancher Verbrecher ist tatsächlich dümmer als die Polizei erlaubt. In einigen Fällen mussten die Beamten in den vergangenen Monaten aber auch einfach nur zu Pechvögeln ausrücken.

Zur ersten Kategorie gehören sicherlich jene zwei  „Schlauberger“, die ohne gültige Führerscheine mit einem 600-PS-Mercedes durch die Stadt rasten.

Nach einer Kontrolle durch die Beamten, mussten sie das Gefährt an einen Kumpel mit „Lappen“ abtreten. Doch schon eine Stunde später fiel der Mercedes erneut durch überhöhte Geschwindigkeit auf. Wieder saß einer der „Unbefugten“ am Steuer – dieses Mal der andere.

Lügen haben kurze Beine

Dass Lügen kurze Beine haben, musste wiederum ein 52-Jähriger am eigenen Leib erfahren. Er steckte Hals über Kopf in einem Container für defekte Elektrogeräte, als Ordnungshüter auf ihn Aufmerksam wurden.

Der Mann gab an, ihm sei versehentlich ein Ladekabel in diesen gefallen. Wenige Wochen später ertappten die gleichen Beamten den Krabbler erneut in der gleichen Situation und mussten sich die gleiche Ausrede auftischen lassen. Wer‘s glaubt…

Streit mit dem Drogendealer als Ausrede

Glaubwürdiger war der Grund, den ein 39-Jähriger angab, nachdem er auf der Straße mit einer Axt Passanten bedroht hatte: „Er hätte Streit mit seinem Drogendealer gehabt.“

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen wurde der Mann vorläufig festgenommen, nachdem er einer psychologischen Begutachtung unterzogen wurde.

Auf der Flucht gegen Baum gerannt

Einfach nur doof angestellt hat sich ein Gleichaltriger, der bei der Flucht vor der Polizei gegen einen Baum rannte. Er hatte Straßenlaternen ausgetreten und konnte wohl nichts mehr sehen.

Leicht gemacht hat es den Polizisten auch ein 27-jähriger Autoknacker, der nach dem Bruch in dem Pkw eingeschlafen ist.
Jagen mussten die Beamten aber nicht nur Verbrecher, sondern auch ein Pferd.

Pferd hielt Polizisten auf Trab

Das galoppierte durch den Bremer Osten und hielt gleich fünf Streifenwagenbesatzungen  auf Trab.
In Walle wollten Beamte einem 56-Jährigen helfen, der sich mit einem Handwagen abmühte.

Seine Freude hielt sich in Grenzen, denn er transportierte Utensilien für den Anbau von Betäubungsmitteln. In seiner Wohnung fanden die Polizisten später Kisten mit getrockneten Hanfblättern. Gegen den Mann wurde ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Diebe stahlen hochwertiges Rindfleisch

In Schwachhausen waren Gourmets am Werk. Sie stahlen aus einem Restaurant 66 Kilogramm hochwertiges Rindfleisch. Der Koch des Hauses ließ über die Pressestelle der Polizei bitten, daraus wenigstens kein Gulasch zu machen.

Naja und dann gab es noch die alljährlichen Pannen unter Verkehrsteilnehmern: Ein mit 2.400 Beck‘s-Kisten beladener Truck fuhr eine Böschung herunter – der Mann am Steuer musste ins Krankenhaus.

Musikinstrument führte zum Täter

Ein anderer Fernfahrer blieb mit seinem Sattelzug im Hemelinger Tunnel stecken und zerstörte die Oberleitung der Bahn. Dabei hinterließ er allerdings ein Horn.

Durch das Musikinstrument konnte er später überführt werden, obwohl er zunächst die Aussage verweigert hatte. Daraufhin wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Vom Navigationsgerät „verleitet“

Ungeschickt stellte sich ein 63-Jähriger an, der seinen gestarteten BMW vor dem Haus stehen ließ, weil er etwas vergessen hatte. Vergessen hatte er leider auch, die Handbremse anzuziehen. Sein Auto rollte ins Fleet.

Und dann war da noch die 44-Jährige aus Unna, die sich am Steuer vom Navigationsgerät buchstäblich verleiten ließ. Sie fuhr die Treppe vor der Polizeiwache am Wall hinab. Immerhin hatten es die Beamten so zum Unfallort nicht weit.

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