Ein 73-Jähriger kollidierte am Donnerstag auf seinem Fahrrad mit einer Straßenbahn. Foto: WR Die Polizei hat am Mittwoch zwei Schüler in Bremen Nord aus dem Unterricht geholt und zu der Auseinandersetzung in Blumenthal befragt, nach der ein junger Syrer gestorben ist. Ein 15-jähriger Schüler sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Symbolfoto/WR
Erneute Festnahme

Nach Tod von Syrer: 15-Jähriger in U-Haft

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Die Staatsanwaltschaft hat einen weiteren Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des 15-Jährigen Syrers aus Blumenthal festgenommen. Der 15-Jährige Schüler sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

Am Mittwoch hat die Polizei in Bremen Nord zwei 15- und 16-Jährige Schüler aus dem Unterricht einer Oberschule abgeholt und zu der Auseinandersetzung in der Silvesternacht in Blumenthal befragt, nach der ein 15-jähriger Syrer verstorben ist. 

Die Staatsanwaltschaft hat dem Weser Report am Donnerstag bestätigt, dass der 15-jährige Schüler dringend tatverdächtig ist und inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Gegen den 16-Jährigen konnten die Ermittler den Tatverdacht nicht erhärten. 

15-Jähriger Bruder eines Tatverdächtigen

„Wir gehen davon aus, dass es möglicherweise acht Beteiligte an der Auseinandersetzung gegeben hat, die Ermittlungen dauern weiter an“, sagt Oberstaatsanwalt Frank Passade. Am Mittwoch sind bereits zwei 35 und 24 Jahre alte Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Beide sind türkische Staatsangehörigkeit mit kurdischem Hintergrund. Bei dem am Donnerstag inhaftierten 15-Jährigen handelt es sich um den Bruder eines Verdächtigen. 

Hintergründe laut Staatsanwalt unklar

Zu Gerüchten in den sozialen Medien, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK handelt, will die Staatsanwaltschaft keine Stellung beziehen. „Wir kennen die Hintergründe der Tat tatsächlich noch nicht“, sagt Frank Passade. 

Die Ermittlungen zu der Tat, habe das Dezernat für Kapitaldelikte übernommen. Ob der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden ist, wollte Passade nicht kommentieren. 

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