Die Großleitstelle in Oldenburg schickte keinen Krankenwagen los: Symbolfoto: av Nur durch Zufall entdeckte die Polizei den defekten Ofen und verhinderte so schlimmeres in einer Shisha-Bar. Symbolfoto/WR
Innenstadt

Kohlenmonoxid-Vergiftung: Shisha-Bar geräumt

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Eine Shisha-Bar in der Innenstadt ist nur knapp einer Katastrophe entgangen: Ein defekter Kohleofen sorgte dafür, dass in den Innenraum der Gaststätte lebensgefährlich viel Kohlenmonoxid eindrang.

Am Freitag gegen 4 Uhr kam es in einer Shisha-Bar in der Bremer Innenstadt zu einem Feuerwehreinsatz. Fünf Personen wurden vorsorglich mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Durch Zufall wurden die Polizisten auf die Shisha-Bar aufmerksam. Im rückwärtigen Bereich der Bar fiel ihnen eine offene Ofentür eines Kohleofens auf. Zudem wies das Abluftrohr größere Risse auf. Ein durch den Kollegen mitgeführter Kohlenstoffmonoxid (CO) -Warner schlug sofort Alarm und zeigte einen erhöhten CO-Wert an.

Polizei erteilt Betriebsverbot für die Bar

Da dies zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung führen kann, wurde umgehend die Feuerwehr alarmiert. Anwesende Gäste klagten bereits über Kopfschmerzen und zunehmendes Herzrasen. Sie wurden durch Rettungskräfte in Krankenhäuser verbracht.

Nach Lüften der Räumlichkeiten normalisierten sich die Werte. Gegen den Betreiber wurde ein vorläufiges Betriebsverbot der Bar ausgesprochen. Das Gewerbeaufsichtsamt wurde eingeschaltet.

Geringe Mengen Kohlenmonoxid lebensgefährlich

Die Polizei informiert: Kohlenmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das mit den menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar ist. Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen, zum Beispiel Gas, Öl, Holz oder Kohle, was durch Sauerstoffmangel oder technische Defekte an den Heizungsanlagen, Öfen oder Abgasrohren verursacht werden kann.

Hohe Konzentrationen können innerhalb weniger Sekunden zum Tod führen, bereits geringe Mengen können lebensgefährlich werden. Symptome zeigen sich bereits durch leichte Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit. Sollten Sie diese Symptome bei sich wahrnehmen, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.

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