Fotograf Jochen Stoss und Dr. Hartmut Roder in der Ausstellung „Rückblende – Streiflichter aus den Bremer Häfen“.Foto: Bollmann
Übersee-Museum

„Rückblende“ in die Hafengeschichte

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Die neue Ausstellung „Rückblende – Streiflichter aus den Bremer Häfen“ setzt der großen Zeit der stadtbremischen Häfen ein letztes Denkmal. Zugleich verabschiedet sich Dr. Hartmut Roder damit aus dem Übersee-Museum.

„Für uns ist die ‚Rückblende‘ die Eröffnungsausstellung für den kleinen Saal und zugleich ein Abschied“, erläuterte Museumsdirektorin Wiebke Ahrndt bei der Vorstellung der großformatigen Aufnahmen.

Dr. Hartmut Roder und der Hafen

„Mit der Ausstellung schließt sich ein Kreis“, meinte Ahrndt, denn als Dr. Hartmut Roder 1991 Jahren nach Bremen kam, war seine erste Aufgabe der Aufbau einer Hafenausstellung. 26 Jahre später ist der langjährige Leiter der Handelskunde-Abteilung nun noch einmal der Kurator für die „Rückblende“-Ausstellung die gerade eröffnet wurde.

In der Fotoausstellung selbst wird die große Zeit der  Bremischen Häfen noch einmal lebendig: Die Häfen waren über Jahrzehnte das Herzstück der Stadt und prägten die Identität Bremens, erinnerte Roder. Noch bis in die 1960er Jahre „war hier der Bär“ los erklärte der Experte. Das änderte sich erst 1966 als der erste Container in Bremen anlandete. Ein Ereignis, das die weltweite Schifffahrt revolutionierte und zugleich die Häfen nachdrücklich veränderte.

Die Hafengeschichte in Bildern

Immer mit dabei waren die Fotografen Hans Saebens, Karl Edmund Schmidt, Hans Brockmöller, Georg Schmidt und Jochen Stoss, die seit den 1930er Jahren Szenen aus den Häfen einfingen. In den ausgestellten 90 – fast ausschließlich schwarz-weißen – Aufnahmen haben sie Zeitdokumente über die Arbeit im Hafen, den frühen Warenhandel, Zerstörung, Wiederaufbau und den Wandel durch die Blechbox geschaffen.

Die Ausstellung „Rückblende – Streiflichter aus den Bremer Häfen“ ist bis zum 23. April im Übersee-Museum geöffnet. Bevor Dr. Hartmut Roder in den Ruhestand geht, ist er im Rahmen der Ausstellung noch bei drei Veranstaltungen im Museum zu Gast: Am Dienstag, 28. Februar, ab 19 Uhr, diskutiert er mit Robert Howe (bremenports) und Winfried Strauch (Hafenschule Bremen) über das Thema „Vom Stückgut zum Massenfrachter – Industrialisierung der Hafenarbeit“. Bei den Museumsgesprächen am Donnerstag, 9. März, ab 15 Uhr, spricht er mit dem ehemaligen BLG-Mitarbeiter Hans Jürgen Haberland über „Die große Zeit der stadtbremischen Häfen“. Am Dienstag, 11. April, ab 19 Uhr, zieht er dann noch einmal mit dem Fotografen Jochen Stoss eine Bilanz über 45 Jahre Hafenfotografie.

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