Zirkus

Zirkus Charles Knie: Einmalige Akrobatik auf Rollen

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Zu den insgesamt 100 Mitarbeitern des Zirkus Knie gehört auch das italienische Geschwisterpaar Medini, die auf sechzehn Rollen die Zuschauer zum Staunen bringen wollen - zu erleben ab Freitag auf der Bremer Bürgerweide.

„Rollschuhlaufen im Zirkus ist wie Autofahren in Italien“ – nach diesem Motto wollen die Medinis beweisen, dass man auch auf einer nur wenige Quadratmeter großen Plattform rasante Akrobatik zeigen kann, die beim Zuschauer vermutlich das eine oder andere Mal den Atem stocken lassen. Das Paar gehört zum Tross des Zirkus Knie, der ab der kommenden Woche seine Zelte auf der Bremer Bürgerweide aufschlägt.

Die Geschwister stammen aus einer alteingesessenen italienischen Zirkusfamilie, und sind auch in der Szene aufgewachsen. Zuerst haben sie sich einzeln versucht: Emanuell als Handstand­akrobat und Vanessa als Luftartistin. „Wir wollten aber etwas gemeinsam machen“, erklären sie. „Wir sind dann schließlich auf Rollschuh­akrobatik gekommen, weil das unsere Fähigkeiten vereint.“

Tempo auf kleiner Plattform

Während ihrer Nummer wirbeln die Artisten nicht durch die ganze Manege, denn es sei nicht nur viel schwerer und spektakulärer, auf einer Plattform zu arbeiten, die einen Durchmesser von nur 1,90 Meter hat – man könne so auch viel höhere Geschwindigkeiten erreichen, sagen die Artisten.

Und die sind vor allem beim Schlusstrick erforderlich, wenn Emanuell seine Schwester mit verbundenen Augen im Genickhang über die Plattform wirbelt und sich dabei auch noch um die eigene Achse dreht. „Dieser Trick ist in Europa einmalig“, sagt der Italiener. „Dabei verliere ich völlig die Orientierung und muss mit höchster Konzentration hören, wo und wie ich fahre.“

Rollschuhe werden nie gewechselt

Den Reiz für ihn mache aber nicht Geschwindigkeit aus: „Der Kick ist für uns der Beifall des Publikums.“ Ihre Rollschuhe wechseln sie übrigens nie. „Das sind Maßanfertigungen, die sich dem Fuß anpassen. Nur die Rollen werden nach Bedarf gewechselt“, verrät Vanessa.

Zirkusdirektor Sascha Melnjak ist stolz auf seine internationale Truppe, die aus insgesamt 100 Mitarbeitern und 200 Tieren (sowie 207 Fahrzeugen und 22 Zugmaschinen) besteht. „Wir vereinen in dieser Show die unterschiedlichsten Talente zu einem großen Ganzen aus Zirkus, Theater, Musik und Show.“ Ein Konzept, das aufgeht: Gerade erst wurde der Betrieb mit der höchsten Auszeichnung der Zirkuswelt, einem „Silbernen Clown“, auf dem 41. Zirkusfestival von Monte Carlo geehrt.

Der Zirkus Charles Knie zeigt sein neues Programm vom 5. bis zum 21. Mai auf der Bremer Bürgerweide. Weitere Infos zu den Vorstellungen und Karten gibt es unter zirkus-charles-knie.de

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