Die Polizei musste in der Vergangenheit mehrfach ausrücken, wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen Clans in Bremen kam, dennoch gibt es nur noch einen Spezialisten. Symbolfoto/WR Bremer Polizisten am Hauptbahnhof: Nur einer von zahllosen Einsätzen. Foto: WR
Bremen

Kommentar: Überstunden für Polizisten abbauen!

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Bremer Polizisten dürfen sich die Überstunden des anstehenden G20-Gipfels in Hamburg auszahlen lassen. Auch wenn damit das Problem der insgesamt 320.000 Überstunden längst nicht gelöst ist, ist es das richtiges Signal.

Die Überstunden, die beim G20-Gipfel in Hamburg anfallen, können die Bremer Polizisten sich auf Antrag ausbezahlen lassen. Das hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Freitag erklärt.

Das sei zwar nur eine Notlösung, weil Mehrarbeit eigentlich durch Freizeit ausgeglichen werden müsse, sagte zwar prompt der Personalrat, dennoch könnte sich eine Lösung für ein drängendes Problem andeuten:  Mittlerweile wurde bei der Bremer Polizei ein Berg von 320.000 Überstunden angehäuft.

Der notwendige Abbau nur durch Freizeitausgleich ist gegenwärtig allerdings unmöglich. Schließlich wird die in der  Polizeireform anvisierte Zielzahl von 2.600 Beamten wohl erst im Jahr 2019 erreicht. Gegenwärtig sind es noch unter 2.500 Polizisten.

Da erscheint die „Notlösung“, wenigstens für Beamte die es wollen, doch ein ganz adäquates Mittel zu sein. Dass Mäurer sich das Thema jetzt oben auf die Agenda gesetzt hat, ist zumindes­t ein richtiges Signal: Der Überstundenberg muss abgebaut werden.

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